17.04.2020 01:32

Hamburg Moorfleet

Hamburg

Mehrere Boote und Wohnwagen in Flammen - Feuerwehr verhindert Übergreifen auf angrenzende Lagerhalle

In der Nacht erhielt die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg über den Notruf 112 von Anwohnern die Mitteilung, dass im Stadtteil Moorfleet, in der Nähe einer Lagerhalle, Feuerschein und starke Rauchentwicklung zu sehen sei. Es sollen mehrere Sportboote und Wohnwagen brennen. Aufgrund der Vielzahl von Anrufern und des geschilderten Lagebildes erhöhte der Führungs- und Lagedienst sogleich die Alarmstufe auf Feuer 2. Vor Ort erkundete der Einsatzleiter, dass auf einer Freifläche von etwa 90 Quadratmetern, angrenzend an eine Lagerhalle, mehrere Boote, Wohn-anhänger und Wohnmobile im Vollbrand standen. Das als Sportbootlager genutzte, an die Alte Dove-Elbe angrenzende, Gelände war mit den Löschfahrzeugen und Drehleitern nur unter erschwerten Bedingungen über eine enge Deichstraße möglich. Starke Rauchentwicklung sowie der Zerknall mehrerer Druckgasbehältern und Campinggasflaschen, mit umherfliegenden Teilen, behinderten ebenfalls den Löscheinsatz. Eine Gruppe von circa 20 bis 30 Personen, die auf dem Gelände anwesend war, wurde unverletzt in Sicherheit gebracht. Die Polizei übernahm anschließend die Unterbringung in einer nahegelegenen Sporthalle. Durch einen umfassenden Löschangriff in mehreren Einsatzabschnitten gelang es den Einsatzkräften von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf eine angrenzende Lagerhalle zu verhindern. Mit einer sogenannten Riegelstellung eines Wasserwerfers über eine Drehleiter, sowie insgesamt zwei B- und vier C-Rohren wurde das Feuer dann von mehreren Trupps mit umluftunabhängigem Atemschutz schnell gelöscht. Um eine ausreichende Löschwasserversorgung zu gewährleisten wurde eine Versorgungsleitung über mehrere hundert Meter verlegt. Ein mitalarmiertes Löschboot musste den Einsatz aufgrund von Niedrigwasser vorzeitig abbrechen. Da die Nachlöscharbeiten sehr Personal- und Zeitintensiv waren und Löschtrupps mehrfach ausgetauscht werden mussten, wurde eine Freiwillige Feuerwehr zur Versorgung der Einsatzkräfte eingesetzt. Nach Abschluss der Maßnahmen erfolgte die Übergabe der Einsatzstelle an die Polizei zur Brandursachenermittlung.

Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Billstedt, Innenstadt, Berliner Tor und der Technik- und Umweltschutzwache, sowie die Freiwilligen Feuerwehren Moorfleet, Spadenland, Fünfhausen, Eißendorf und Hohendeich, mit zwei Löschzügen, einem Führungsdienst B, einem Bereichsführer FF, einem Löschboot, drei Wechselladefahrzeugen mit den Abrollbehältern Atemschutz, Mulde, Gabelstapler und dem diensthabenden Pressesprecher vor Ort im Einsatz.

Feuerwehr Hamburg

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