16.04.2020 22:15

Hamburg

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Dreifacher Schutzengel für Kupferkabeldieb

Ein Kupferkabeldieb wurde beim Überqueren der Gleise von einer S-Bahn erfasst, berührte dabei mit einem Kupferkabel die 1200 V führende Stromschiene und kam auf dem Gegengleis zum Liegen. Zwei sich in der Nähe befindliche Spaziergänger wurden auf den Mann aufmerksam und zogen ihn von den Gleisen. Mit Kopfverletzungen wurde er in ein Hamburger Krankenhaus verbracht.

Am 16.04.2020 gegen 22:15 Uhr befand sich ein 53-jähriger polnischer Staatsangehöriger vor der Freihafenelbbrücke im Bereich der Gleisanlagen. Augenscheinlich hatte er unerlaubt die Gleise überschritten und von einem losen Haufen mehrere Kupferkabelstücke an sich genommen. Plötzlich näherte sich die S3, die den Kupferkabeldieb erfasste. Gleichzeitig kam es nach derzeitigem Stand der Ermittlungen zu einem Kontakt zwischen einem der gestohlenen getragenen Kabel und der 1200 Volt führenden Stromschiene, so dass ein Lichtbogen entstand. Der Mann blieb mit Kopfverletzungen auf dem Gegengleis liegen.

Zwei Spaziergänger in der Nähe hatten einen Aufschrei vernommen und den Lichtbogen bemerkt. Sie liefen in Richtung der Gleise, sahen den Mann dort liegen und zogen ihn von den Gleisen aus dem Gefahrenbereich.

Anschließend wählten sie den Notruf und informierten die Bundespolizei.

Die Beamten begaben sich sofort zum Einsatzort, gleichzeitig wurde eine Streckensperrung angeordnet.

Durch Mitarbeiter der Feuerwehr wurde der Mann mittels RTW in ein Hamburger Krankenhaus verbracht.

Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Diebstahls sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unerlaubten Betretens von Gleisanlagen eingeleitet, was mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.

Aus aktuellem Anlass warnt die Bundespolizeiinspektion Hamburg erneut vor den Gefahren an Bahnanlagen. Das Betreten der Gleise ist verboten. Leichtsinniges Verhalten an Bahnanlagen kann zu schweren Unfällen führen. Auf der Stromschiene liegt eine Spannung von 1200 Volt. Eine Berührung mit dieser kann zu schwersten Verletzungen mit oftmals tödlichem Ausgang führen.

Bundespolizeiinspektion Hamburg


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