18.04.2020 07:16

Hamburg Heimfeld

Hamburg

Feuer in Autowerkstatt - massiver Löschangriff der Feuerwehr

Am Morgen informierten Anwohner über den Notruf 112 die Rettungsleistelle der Feuerwehr Hamburg, weil sie eine starke Rauchentwicklung aus einem KFZ-Betrieb bemerkt hatten.

Als der Einsatzleiter des alarmierten Löschzuges vor Ort eintraf, erkundete er ein Feuer in einem zweigeschossigen, aus gestapelten Standart-Schiffscontainer errichteten Hallenkomplex, mit einer Größe von etwa 20 x 20 Meter. Auf einer Freifläche davor befanden sich zahlreiche abgestellte Fahrzeuge und weitere Autoteile. Weil verschiedenste Betriebsstoffe, Autoreifen und auch Gasflaschen im Gebäude gelagert und Flammen weithin sichtbar waren, erhöhte der Einsatzleiter sofort die Alarmstufe. Für den umfassenden Löschangriff von mehreren Trupps mit umluftunabhängigem Atemschutz und insgesamt fünf C-Rohren musste von zwei Freiwilligen Feuerwehren ein zusätzliche Löschwasserversorgung über mehrere hundert Meter aufgebaut werden. Eine in unmittelbarer Nähe über die Einsatzstelle verlaufende Hochspannungsleitung war nicht betroffen, erschwerte jedoch den Einsatz einer Drehleiter zur Brandbekämpfung von oben. Da das Brandobjekt durch ein eingestürztes Rolltor schwer zugänglich und einsturzgefährdet war, Metalle, Lacke, und Kunststoffteile brannten, wurde im weiteren Verlauf Löschschaum zur Brandbekämpfung von außen eingesetzt und die Behörde für Umwelt und Energie informiert. Zur Löschwasserrückhaltung wurde ein spezielles Sammelsystem der Technik- und Umweltschutzwache eingesetzt und ein Fachbetrieb zur Entsorgung durch die Umweltbehörde beauftragt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht. Verletzt wurde niemand. Für die umfangreichen Nachlöscharbeiten mussten Container zum Teil mit Trennschleifern geöffnet und händisch entladen werden, um an Glut- und Wärmenester zu gelangen. Hierbei wurde auch einen Wärmebildkamera eingesetzt. Weil der Einsatz bis in den Nachmittag andauerte, wurden zwischenzeitlich Kräfte ausgetauscht und eine Freiwillige Feuerwehr zur Versorgung mit Getränken alarmiert.

Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr vor Ort im Einsatz. Drei Löschgruppen der Feuer- und Rettungswachen Süderelbe, Wilhelmsburg und Veddel, ein Löschfahrzeug der Wache Harburg. Die Freiwilligen Feuerwehren Hausbruch, Eißendorf, Harburg, Francop. Ein Führungsdienst B, ein Bereichsführer FF, ein Umweltdienst, der diensthabende Pressesprecher und fünf Wechselladefahrzeuge mit den Abrollbehältern, Schaum, Hafen, Mulde, Wasser und Ladebordwand.

Feuerwehr Hamburg

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