20.04.2020 13:20

Gummersbach Oberbergischer Kreis

Nordrhein-Westfalen

Waldbrand

Gegen 13:20 Uhr haben erste Zeugen einen Waldbrand im Bereich Gummersbach-Strombach gemeldet, der sich aufgrund der Trockenheit und der starken Winde in kurzer Zeit zu einem großflächigen Waldbrand entwickelt hat. Die Polizei sucht daher nach Zeugen, die den Brand in der Frühphase bemerkt haben und so wichtige Hinweise auf den Entstehungsort machen können. In diesem Zusammenhang sucht die Polizei insbesondere nach zwei Personen, die im Zeitraum zwischen 12:30 Uhr und 12:45 Uhr auf einer Bank auf einem Weg, etwa 300 Meter von der Christian-Heyn-Straße, gesessen haben. Nach Zeugenaussagen soll eine der Personen eine auffällig helle Jacke (evtl. beige oder gelb) getragen haben.

Update:

Waldbrand in Gummersbach - Ursache ermittelt

Der gestrige Waldbrand in Gummersbach-Strombach ist nach ersten Ermittlungen offenbar durch leichtfertigen Umgang mit Feuer verursacht worden.

Ein 24-Jähriger aus Gummersbach hat am heutigen Morgen freiwillig die Polizeiwache in Gummersbach aufgesucht und eingeräumt, dass er an der inzwischen ermittelten Stelle des Brandausbruchs durch leichtfertigen Umgang mit Feuer den ausgetrockneten Bodenbewuchs in Brand gesetzt hat. Mit einem Zeugen, der ebenfalls von der Polizei vernommen wurde, hat er nach bisherigem Ermittlungsstand das Feuer ausgetreten und die Stelle im Glauben, dass das Feuer gänzlich gelöscht sei, verlassen.

Der Brand zeigt deutlich, wie gefährlich unachtsames Verhalten in der derzeitigen Trockenperiode ist. Bereits eine weggeworfene Zigarettenkippe kann bei ungünstigen Bedingungen in kürzester Zeit ein Feuer entfachen.

Die Polizei bedankt sich für die vielen Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern, die entscheidend zur schnellen Aufklärung des Brandes beigetragen haben, vor allem aber bei den vielen Einsatzkräften und HelferInnen, die mit großem Einsatz dafür gesorgt haben, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis


In den vergangenen 24 Stunden war die Feuerwehr Iserlohn bei drei Einsätzen außerhalb der Stadtgrenzen gefordert.

In den gestrigen Mittagsstunden entwickelte sich in Gummersbach ein ausgedehnter Waldbrand, der zahlreiche Kräfte der Feuerwehren aus der Region und darüber hinaus forderte. Im Rahmen der überörtlichen Hilfe entsendete die Feuerwehr Iserlohn gegen 16:39 Uhr einen Einsatzleitwagen (ELW), ein Löschgruppenfahrzeug (LF 10) und zwei Tanklöschfahrzeuge (TLF 16/24-Tr.) nach Gummersbach. Dort trafen die Fahrzeuge um 18:00 Uhr ein. Besetzt waren die Fahrzeuge mit Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr (Löschzug Nord - Löschgruppen Leckingsen, Hennen und Sümmern). Sie übernahmen die Brandbekämpfung in einem Einsatzabschnitt und transportierten mit den Tanklöschfahrzeugen, gemeinsam mit weiteren Fahrzeugen aus Lüdenscheid, Marienheide und Reichshof, Löschwasser zur Einsatzstelle. Die Iserlohner Einheiten wurden um kurz nach 1:00 Uhr aus dem Einsatz entlassen und kehrten an ihre Standorte zurück.

Um 1:00 Uhr versorgte die Berufsfeuerwehr Iserlohn die Feuerwehr Kierspe mit Atemschutzgeräten bei einem Großbrand in Kierspe-Bollwerk. Hierzu rückte ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter- Atemschutz von der Feuerwache an der Dortmunder Straße aus. Das Fahrzeug kehrte erst gegen 2:30 Uhr nach Iserlohn zurück.

Ein weiterer, großer Waldbrand ereignete sich gestern Abend in Wenden bei Olpe. Hierzu wurde die 4. Feuerwehrbereitschaft Hagen / Märkischer Kreis des Regierungsbezirks Arnsberg um 2:25 Uhr alarmiert. Die Feuerwehrbereitschaft, zu der auch Einheiten der Iserlohner Feuerwehr gehören, löste erschöpfte Einsatzkräfte vor Ort ab. Die Einheiten aus Iserlohn (Löschgruppe Oestrich, Untergrüne und Lössel) übernahmen in Wenden einen Einsatzabschnitt und führten eine Brandbekämpfung durch. Zurzeit befinden sich die Kräfte auf der Rückfahrt.

Feuerwehr Iserlohn


Polizeifliegerstaffel setzt erstmals neue Löschbehälter ein

"Mit neuer Ausrüstung wird hier hocheffektiv gearbeitet. Mein Dank gilt den Einsatzkräften, die einen super Job machen."

Das Ministerium des Innern teilt mit: Mehrere Feuerwehren und die nordrhein-westfälische Polizei haben gemeinsam die ersten Waldbrände des Jahres bekämpft. Zum ersten Mal konnte auch die nordrhein-westfälische Polizeifliegerstaffel bei der Brandbekämpfung mithelfen. Möglich wurde das durch die neuen "Bambi Buckets" der Polizei, die das Innenministerium im vergangenen Jahr angeschafft hatte. Dabei handelt es sich um Behälter, die außen am Hubschrauber angebracht und mit Wasser gefüllt werden, um gezielt aus der Luft Brände zu löschen. "Mit neuer Ausrüstung wird hier hocheffektiv gearbeitet. Mein Dank gilt den Einsatzkräften, die einen super Job machen. Das zeigt: Investitionen in die Ausstattung von Polizei und Feuerwehr sind notwendig und wichtig, denn sie schützen direkt das Leben und das Hab und Gut der Bürger."

Die "Bambi Buckets" kamen gestern (20. April 2020) bei zwei Waldbrän-den in der Nähe von Gummersbach und Meinerzhagen zu ihren ersten Einsätzen. Insgesamt flogen die Polizistinnen und Polizisten der Fliegerstaffel im Bereich Gummersbach 18 Durchgänge und ließen dabei insgesamt 13 Tonnen Wasser ab. Das Wasser wurde zuvor aus einer Tal-sperre entnommen. Durch den Einsatz der Polizeifliegerstaffel konnten Feuer in Bereichen des hügeligen Waldgebietes bei Gummersbach, die für die Brandbekämpfer der Feuerwehr am Boden nicht erreichbar waren, effektiv bekämpft werden. Die Polizei Köln unterstütze die Feuerwehr zusätzlich mit zwei Wasserwerfern. Ein Aufklärungshubschrauber ent-deckte außerdem einen weiteren Waldbrand im Bereich Meinerzhagen. In Abstimmung mit der Feuerwehr wurden hier fünf Löschdurchgänge geflogen, um den Brandbekämpfern am Boden zu ermöglichen, direkt an den Brandherd zu gelangen.

Seit dem vergangenen Jahr verfügt die Polizeifliegerstaffel über vier dieser Löschbehälter. Insgesamt investierte das Land 880.000 Euro in die neue Technik und die Qualifizierung der Piloten. "Bei wenig Regen und trockenen Wäldern werden Waldbrände schnell zu einer echten Bedrohung. Und wir müssen angesichts der klimatischen Veränderungen damit rechnen, dass uns dieses Problem in den kommenden Jahren immer öfter beschäftigt. Umso wichtiger war es, dass wir bereits im vergangenen Jahr in Ausstattung und Ausbildung der Polizeifliegerstaffel investiert haben. Wie lohnenswert das ist, zeigte sich gestern: Der Einsatz funktionierte tadellos, hier griff ein Rädchen in das andere", so Reul. Insgesamt waren gestern drei Hubschrauber der Polizei zur Brandbekämpfung und Aufklärung im Einsatz. Zu Waldbränden, bei denen Feuerwehr und Polizei ausrücken mussten, kam es unter anderem auch in den Kreisen Düren, Heinsberg, Olpe und Viersen. Bereits heute unterstützte die Flieger-staffel die Feuerwehr wieder bei einem Brand im Gebiet Niederkrüchten an der Grenze zu den Niederlanden.

Die Fliegerstaffel der nordrhein-westfälischen Polizei (Funkrufname Hummel) fliegt durchschnittlich rund 2.000 Einsätze pro Jahr über ganz Nordrhein-Westfalen und ist an den Flughäfen Düsseldorf und Dort-mund stationiert. Seit 2017 wurde die gesamte Hubschrauberflotte gegen sechs neue Maschinen des Typs Airbus H 145 für knapp 65 Millionen Euro ausgetauscht. Die Besatzung eines Hubschraubers besteht aus zwei Piloten und einem Operator, der Foto-, Film- und Videoaufnahmen fertigt oder auch die Wärmebildkamera bedient.

Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen

Weitere Berichte zu diesem Einsatz:

Waldbrand in Gummersbach: „Die Lage ist immer noch brenzlig“

Die Feuerwehr hat nach dem Ausbruch eines großflächigen Waldbrandes in Gummersbach die „erste relativ ruhige Nacht“ hinter sich. Insgesamt seien etwa 50 Hektar Wald abgebrannt. Am Donnerstag geht der Einsatz weiter.

RP ONLINE

Waldbrand in Gummersbach gelöscht

Der am Montag ausgebrochene Waldbrand in Gummersbach ist gelöscht. Die Feuerwehr habe am Samstagmittag die Nachlöscharbeiten beendet, sagte Einsatzleiter Axel...

Süddeutsche.de

Waldbrand bei Gummersbach: „Feuer hatte kalifornische Ausmaße“

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser besuchte am Donnerstag den gespenstischen Brandort auf dem „Hömericher Kopf“.

bild.de


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