01.05.2020 16:13

Seestermühe Pinneberg

Schleswig-Holstein

Großfeuer nach Bliteinschlag - Feuerwehr schützt zwei Reetdachhäuser gegen Übergreifen der Flammen

Knapp 20 Stunden nach der Alarmierung konnten heute Mittag gegen 11.30 Uhr die letzten verbliebenen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Seestermühe in die Wache zurückkehren. Lediglich Wehrführer Andreas Rockel ist akuell noch mit einem Kameraden vor Ort, um Versorgungsbetriebe bei ihrer Arbeit am Brandobjekt zu unterstützen.

Der eigentliche Brand der reetgedeckten Kate war bereits gestern Abend gegen 19 Uhr unter Kontrolle und die Flammen weitgehend gelöscht. Allerdings erstreckten sich die Nachlöscharbeiten über die ganze Nacht.

"Immer wieder flammten in den Trümmern Glutnester auf", beschreibt Andreas Rockel die Situation. Um besser an die Glutnester heranzukommen, hatte der Einsatzleiter gestern Abend bereits einen Bagger an die Einsatzstelle beordert, mit dem die Brandruine eingerissen und Trümmer hochgehoben wurden, damit darunter liegende Glut abgelöscht werden konnte.

Um 8.30 Uhr am Sonnabend konnte Rockel schließlich die Meldung "Feuer aus" an die Leitstelle senden. Um 11.30 kehrten die letzten Kräfte dann in die Wache zurück.

Die Einsatzkräfte aus den Wehren Elmshorn, Seester und Neuendorf sowie des Kreisfeuerwehrverbandes und des Roten Kreuzes konnten gestern Abend bis kurz vor Mitternacht schrittweise aus dem Einsatz herausgelöst werden. Insgesamt waren in der Spitze rund 140 Einsatzkräfte vor Ort.

Andreas Rockel bezeichnet es als Erfolg, dass durch die schnelle Riegelstellung zu den benachbarten Reetdachhäusern am Beginn des Einsatzes ein Übergreifen der Flammen verhindert werden konnte.

"Vor allem das gegenüberliegende Haus war in großer Gefahr. Das Dach dampfte bereits, als wir gleich zu Beginn des Einsatzes begonnen hatten, es mit Wasser zu kühlen", berichtet der Wehrführer.

Der Feuerwehrmann aus Seestermühe, der bei dem Einsatz gestern gestürzt war und sich dabei eine Schulterverletzung zugezogen hatte, konnte gestern Abend nach ambulanter Behandlung die Klinik wieder verlassen.

Zu dem Zustand der anderen Verletzten, die gestern Abend eine Rauchgasvergiftung erlitten hatten sowie zur Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Eingesetzte Kräfte:

FF Seestermühe FF Seester FF Elmshorn FF Neuendeich Kreisfeuerwehrverband: Stellv. Kreisbrandmeister, Technische Einsatzleitung, Löschzug Gefahrgut (zur Treibstoffversorgung), Schlauchwagen, Pressesprecher RKiSH: 6 RTW, 1 NEF, Leitender Notarzt, Organisatorischer Leiter, Pressesprecher DRK: Versorgungsgruppe aus Elmshorn Polizei: Mehrere Funkstreifenwagen und Kripo

Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

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