14.05.2020 21:36

Werne Unna

Nordrhein-Westfalen

Vermeintlicher Kaminbrand

Zu einem kurzen Einsatz rückte der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Werne am gestrigen Abend in die Selmer Landstraße aus. Um 21:36 wurden die Einsatzkräfte mit dem Stichwort "Feuer_2: Kaminbrand" alarmiert. Bewohner hatten Funken aus dem Kamin schlagen gesehen und sicherheitshalber die Feuerwehr alarmiert.

Der Einsatzleiter, als Schornsteinfeger-Meister vom Fach, erkundete die Situation, konnte aber schnell Entwarnung geben. Ein Kaminofen war zwar in Betrieb, aber Ruß verbrannte nicht im Schornstein. Nach wenigen Minuten konnten die 17 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit den fünf Fahrzeugen wieder abrücken. Im Einsatz waren zudem der Rettungsdienst Werne sowie die Polizei.

Kamin- oder besser Schornsteinbrände sind aufgrund der Arbeit der üblicherweise Glück-bringenden Schornsteinfeger heute eher selten geworden. Die regelmäßige Schornsteinreinigung bewirkt, dass sich Ruß nicht in größeren Mengen ablagern und entzünden kann.

Ruß in Schornsteinen gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Namen wie Schmierruß, Glanzruß, Hartruß, Flockenruß zeigen schon, dass es eine Wissenschaft ist und zudem vom Brennmaterial abhängt, welcher Ruß sich wie in einem Schornstein ablagert.

Gemeinsam haben sie alle, dass es unvollständig verbrannte Rückstände sind, die sich jederzeit wieder entzünden können. Sehr oft werden Schornsteinbrände verursacht, wenn die Betreiber von Kaminöfen ungeeignete Brennmaterialien verwenden. Behandeltes oder nasses, nicht ausreichend abgelagertes Holz können Ursachen für Schornsteinbrände sein. Denn diese Brennmaterialien lagern Ruß zwischen den Kehrzyklen der Schornsteinfeger viel schneller und in größeren Mengen ab, als geeignete Brennmaterialien.

Die eigentliche Gefahr ist die Hitzeentwicklung im Schornstein. Dieser wird durch das Wohnhaus geführt. Die Kontaktflächen können extrem heiß werden. Tapeten oder angestellte Möbel können sich dann entzünden und in Brand geraten.

Beim Verdacht auf einen Schornsteinbrand ist es daher in jedem Fall angeraten, die Feuerwehr frühzeitig zu alarmieren. Selbst wenn die Kontrolle ergibt, dass keine Gefahr besteht: Man ist auf der sicheren Seite.

Freiwillige Feuerwehr Werne


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