26.06.2020 12:50

Gerlingen Ludwigsburg

Baden-Württemberg

Lkw-Brand sorgt für Vollsperrung

Ein Verkehrsunfall, der sich am Freitag gegen 12:50 Uhr auf der BAB 81 ereignete, sorgte für rund 200.000 Euro Sachschaden, Vollsperrung der Autobahn und Stau. Nach bisherigen Erkenntnissen war ein Sattelzuglenker von Heilbronn kommend in Richtung Stuttgart auf dem rechten Fahrstreifen der dreispurigen Autobahn unterwegs. Im Bereich Ludwigsburg-Nord soll der Fahrer bereits in Schlangenlinien gefahren und zweimal nach rechts von der Fahrbahn abgekommen sein. Nachdem er die Leitplanken touchiert hatte, fuhr er jedoch weiter in Richtung Stuttgart. Zwei Kilometer nach der Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach geriet der Sattelzuglenker erneut nach rechts und streifte die Leitplanke auf einer Länge von etwa 70 bis 80 Metern. Anschließend wurde das Fahrzeug nach links abgewiesen, stieß gegen ein elektronisches Wechselverkehrszeichen, prallte gegen die Betonleitwand und blieb dann auf dem linken Fahrstreifen kurz vor dem Parkplatz "Engelberg" stehen. Der Sattelzug fing daraufhin an zu brennen. Der Lkw-Fahrer, der sich noch im Führerhaus befand, wurde von einem Verkehrsteilnehmer herausgeholt. Ob er verletzt wurde, ist derzeit nicht bekannt. Ein Rettungsdienst brachte ihn anschließend in ein Krankenhaus. Der Sattelzug stand im weiteren Verlauf in Vollbrand. Hierdurch kam es zu einer starken Rauchentwicklung weshalb beide Richtungsfahrbahnen voll gesperrt werden mussten. Zudem landete ein Rettungshubschrauber auf der Autobahn. Hinzugezogene Kräfte der Feuerwehren Gerlingen, Leonberg, Ditzingen und Ludwigsburg konnten den Brand schließlich löschen. Da Löschwasser in die Kanalisation lief, wurde das Umweltamt verständigt. Zudem befanden sich Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Ludwigsburg im Einsatz, die sich um die Ausleitung kümmerten. Da der Sattelzug nicht mehr fahrbereit ist, muss er geborgen und abgeschleppt werden. 

Update:

Der 56-Jährige Sattelzuglenker erlitt durch den Verkehrsunfall mehrere Schürfwunden und Verletzungen im Gesicht. Durch die anwesenden Rettungskräfte wurde dieser in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht und wird dort stationär behandelt. Im Zuge der Verkehrsunfallermittlungen wurde bekannt, dass der Audi eines 58-Jährigen durch die umherfliegenden Trümmerteile beschädigt wurde und daraufhin nicht mehr fahrbereit war. Um 21:38 Uhr konnte die Vollsperrung der BAB 81 in Fahrtrichtung Stuttgart aufgehoben wurden. Der Verkehr wird derzeit über den rechten Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbei geleitet. Die beiden linken Fahrstreifen sind aufgrund Fahrbahnsanierungsarbeiten weiterhin gesperrt. Der Verkehrsunfall hatte massive Verkehrsbeeinträchtigungen zu Folge. Der Verkehr wurde an den Anschlussstellen Stuttgart-Feuerbach (aus Heilbronn kommend) und Leonberg-Ost (jeweils aus München und aus Karlsruhe kommend) über die Umleitungsstrecken U1 und U18 durch Leonberg und Ditzingen umgeleitet. Des Weiteren musste die Auffahrt von der B 10 aus Vaihingen/Enz kommend auf die BAB 81 in Richtung Stuttgart an der Anschlussstelle Stuttgart-Zuffenhausen zur Entlastung gesperrt werden. Auf der BAB 81 kam es aus Richtung Heilbronn zu einem Rückstau von etwa fünf Kilometern Länge und auf der BAB 8 aus Richtung München und Karlsruhe kommend, jeweils etwa drei Kilometer. Auf der Umleitungsstrecke, insbesondere im Stadtgebiet von Ditzingen und Leonberg, kam es trotz der polizeilich durchgeführten Verkehrslenkungsmaßnahmen aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Für die Verkehrslenkungsmaßnahmen waren insgesamt 23 Streifenfahrzeuge sowie drei Polizeimotorräder eingesetzt. Für die Verletztenversorgung vor Ort waren zwei Rettungsdienstbesatzungen und ein Rettungshubschrauber eingesetzt. Das Deutsche Rote Kreuz versorgte mit neun Fahrzeugen die Verkehrsteilnehmer in der Vollsperrung mit Getränken. Am Unfallort führten die Feuerwehren Gerlingen, Ditzingen, Leonberg und Ludwigsburg die Brandbekämpfung und Abwendung von Umweltschäden mit 15 Fahrzeugen und 65 Wehrleuten durch. Aufgrund der auslaufenden Betriebsstoffe und des Löschwassereisatzes war das Umweltamt Ludwigsburg ebenfalls vor Ort. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern weiterhin an. Der abschließende Sachschaden beläuft sich auf 252.000 Euro.

 

Polizeipräsidium Ludwigsburg

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stuttgarter-zeitung.de

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