15.07.2020 14:35

Düsseldorf Wersten

Nordrhein-Westfalen

19 Monate altes Kleinkind hatte sich im Pkw eingeschlossen - Mutter alarmierte die Feuerwehr

Beim Einladen in den Pkw spielte ein 19 Monate altes Kleinkind mit dem Autoschlüssel und verschloss kurzer Hand das komplette Fahrzeug. Da ein Ersatzschlüssel nicht zeitnah zur Verfügung stand, alarmierte die Mutter die Feuerwehr. Die Besatzung eines Löschfahrzeuges befreite das Mädchen und konnte es unverletzt seiner Mutter übergeben.

Über die Notrufnummer 112 meldet sich am Mittwochnachmittag eine Frau bei der Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf. Sie schilderte, dass ihr 19 Monate altes Kleinkind beim Einladen in das Fahrzeug mit dem Autoschlüssel spielte und dies kurzer Hand komplett verschlossen hatte und das Kleinkind nun alleine im Fahrzeug festsaß. Sofort alarmierte der Leitstellendisponent ein Löschfahrzeug der nahe gelegenen Wache Wersten.

Als die Einsatzkräfte nur fünf Minuten später vor Ort eintrafen, lag das Kleinkind angeschnallt in der Kleinkindersitzschale auf der Rückbank des BMW. Während die Mutter das Kind in das Auto hob, spielte es zur Ablenkung mit dem Fahrzeugschlüssel und hatte nach dem Schließen der Tür den Pkw komplett verschlossen. Danach war der Schlüsselbund zwischen die Tür und den Kindersitz gefallen, sodass ein erneutes Drücken des Öffners für das angeschnallte Kleinkind nicht möglich war.

Ein Ersatzschlüssel für das Fahrzeug war nach kurzer Rücksprache mit der Mutter nicht schnell verfügbar, sodass sich der Einsatzleiter der Feuerwehr zusammen mit der Frau dazu entschied, ein Fenster auf der Fahrerseite mit einem sogenannten Federkörner zu zerstören. Danach konnten alle Türen des Pkw mit einem zentralen Knopf geöffnet und das kurzzeitig irritierte Kleinkind unverletzt an die Mutter übergeben werden.

Obwohl die Temperaturen und die Sonnen am heutigen Tag nicht sehr intensiv waren, so hat die Mutter in den Fall richtig gehandelt und schnelle Hilfe angefordert. Gerade im Sommer kann die Temperatur im Innenraum eines Autos schnell zu einer Hitzefalle werden. Vor allem Kleinkinder sind gefährdet, da sie die Körpertemperatur nicht wie beim Erwachsenen über das Schwitzen, sondern durch die Atmung regulieren und es so schnell zu einer Überhitzung kommen kann.

Nach knapp 30 Minuten war der Einsatz für die sechs Feuerwehrleute beendet und die Mutter konnte zusammen mit ihrem Kind den Heimweg antreten.

Feuerwehr Düsseldorf


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