05.07.2020 00:00

Schwalmstadt Schwalm-Eder

Hessen

Unbekannte versuchen Bagger auf Autobahnbaustelle in Brand zu setzen

Unbekannte haben im Laufe des vergangenen Wochenendes versucht, mehrere Bagger auf einer Baustelle an der Autobahn 49 bei Schwalmstadt in Brand zu setzen. Nachdem zu Beginn der Woche an fünf Baggern Brandsätze entdeckt worden waren, haben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Marburg umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. Nach derzeitigem Sachstand ist anzunehmen, dass die Täter die Brandsätze entzündeten, diese aber vermutlich aufgrund der Witterungsverhältnisse letztlich wieder ausgingen. Sachschäden an den Baufahrzeugen blieben dadurch aus. Die Staatsanwaltschaft Marburg ermittelt nun wegen versuchter schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes, da bei einer späteren Entzündung auch Personen hätten zu Schaden kommen können. Aufgrund eines gegenwärtig nicht auszuschließenden politisch motivierten Tathintergrundes, werden die kriminalpolizeilichen Ermittlungen bei der Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Nordhessen geführt. Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die am vergangenen Wochenende Verdächtiges beobachtet haben und Hinweise auf die Täter geben können.

Baustelle zwischen Frankenhain und Rommershausen

Derzeit dauern die umfangreichen Ermittlungen sowie kriminaltechnische Untersuchungen und Spurenauswertungen an. Der Tatort befindet sich im Bereich eines Baustellenabschnitts der Bundesautobahn 49 zwischen den Schwalmstädter Ortsteilen Frankenhain und Rommershausen. Nach derzeitigen Erkenntnissen wird das umliegende Gebiet an Wochenenden häufig auch von jungen Menschen frequentiert, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben könnten. Der Tatzeitraum, in dem die Täter die Brandsätze im Bereich der Bagger platzierten, lässt sich momentan auf die Zeit zwischen Freitagmittag und Montagmorgen, 7:45 Uhr, eingrenzen. Aus welcher Richtung sich die Täter der Baustelle annäherten, in welche Richtung sie anschließend flüchteten und ob sie möglicherweise ein Fahrzeug nutzten, ist derzeit nicht bekannt.

Update 31.07.2020

Nachdem unbekannte Täter in der Zeit zwischen dem 03.07.2020 und dem 06.07.2020 auf einer Baustelle an der Autobahn 49 bei Schwalmstadt versucht hatten, mehrere Bagger mit selbstgebauten Brandsätzen in Brand zu setzen, laufen die umfangreichen und intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Marburg auf Hochtouren. Da die bisherigen Ermittlungen noch nicht zur Ergreifung der Täter führen konnten, werden weiterhin Zeugen gesucht, die an dem Wochenende im Bereich des Tatorts verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben und Hinweise auf die Täter geben können. Zudem hat die Staatsanwaltschaft Marburg eine Belohnung von 1.500 Euro ausgelobt.

Ermittlungen wegen versuchter schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes

Die Brandsätze an fünf Baggern auf der Baustelle waren am Morgen des 06.07.2020 fast zeitgleich zu einem Bekennerschreiben einer "Autonomen Kleingruppe" im Internet entdeckt worden. Aufgrund der möglicherweise politisch motivierten Tat werden die Ermittlungen zusammen mit der Staatsanwaltschaft Marburg bei der Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Nordhessen geführt. Nach den bisherigen Ermittlungen waren die Brandsätze am Tatort, der sich im Bereich des Baustellenabschnitts der A 49 zwischen den Schwalmstädter Ortsteilen Frankenhain und Rommershausen befindet, durch die unbekannten Täter entzündet worden, gingen aber zum Glück, vermutlich aufgrund der Witterungsverhältnisse, aus. Da bei einer späteren möglichen Selbstentzündung auch Personen hätten zu Schaden kommen können, werden die Ermittlungen wegen versuchter schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes geführt. Der Tatzeitraum, in dem die Brandsätze an den Baggern platziert wurden, lässt sich momentan auf die Zeit zwischen Freitagmittag, 12:00 Uhr, und Montagmorgen, 7:45 Uhr, eingrenzen.

Staatsanwaltschaft lobt Belohnung aus

Für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung der Täter führen, wird von Seiten der Staatsanwaltschaft Marburg eine Belohnung in Höhe von 1.500 Euro ausgelobt. Die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung erfolgt unter Ausschluss des Rechtswegs. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Amtspersonen bestimmt, zu deren Berufspflichten die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

Hinweise zur Tat oder auf die Täter werden unter Tel.: 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen entgegengenommen.

 

 

Polizeipräsidium Nordhessen


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