28.08.2020 14:33

Dillingen Diefflen

Saarland

Großband einer ehemaligen Tennishalle

Brand einer Halle fordert 16 Verletzte und mehrere ausgebrannte Fahrzeuge

Gegen 14:30 Uhr am Freitagmittag wurden zunächst die beiden Dillinger Löschbezirke Innenstadt und Diefflen zu einem Brand nach Diefflen alarmiert.
Ein KFZ in der ehemaligen Tennishalle Diefflen stand in Brand, so die erste Meldung der Leitstelle.

Innerhalb von kürzester Zeit trafen die ersten Löschfahrzeuge und die Drehleiter an der Einsatzstelle ein.
Zunächst wurden zwei Abschnitte gebildet um das Feuer effektiv eindämmen und bekämpfen zu können.
Über mehrere C-Rohre wurde nun das Feuer, welches bereits meterhoch aus dem Dach loderte, bekämpft.
Nachdem von weiteren Kräften eine stabile Wasserversorgung bereitgestellt wurde, konnten auch kurzzeitig der Dachwerfer des LHF, sowie dauerhaft das Wenderohr der Drehleiter eingesetzt werden.

Nicht nur das Feuer in der Lagerhalle selbst, sondern auch die Ausbreitung des Brandes auf daneben stehende Bäume und Sträucher hielten die Feuerwehr auf trab. Zudem mussten mehrere Druckbehälter aus der Halle evakuiert werden.

Nun wurde Alarm für die Feuerwehr Nalbach ausgelöst. Die Kollegen des Löschbezirk Nalbach unterstützen zunächst bei der Bekämpfung der Vegetationsbrände in den umliegenden Gärten. Danach lösten sie teilweise Dillinger Atemschutztrupps nach ihrem anstrengenden und kräftezehrenden Einsatz aus.
Der Löschbezirk Bilsdorf übernahm während des EInsatzes den Grundschutz für die Umgebung.

Aufgrund der immensen Rauchentwicklung forderte die Polizei Saarland u.a. über Rundfunkdurchsagen die Anwohner dazu auf, Fenster und Türen geschlossen.
Die Messeinheit des Gefahrstoffzuges des Landkreis Saarlouis wurde beauftragt in der Umgebung Messungen durchzuführen.

Da Arbeiten in der Nähe der Halle ausschließlich mit schwerem Atemschutz möglich war, wurde zudem der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehr Saarlouis angefordert. Er brachte "frische Luft" für die eingesetzten Kräfte an die Einsatzstelle.

Durch die Feuerwehr wurden mehrere angrenzende Garagen gewaltsam geöffnet, um eine mögliche Brandausbreitung auszuschließen und weitere Druckbehälter zu sichern. Eine Garage brannte vollständig aus.
Auch die Seitenwände der Halle mussten mühsam und von Hand geöffnet werden, um das Feuer effektiv zu bekämpfen.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch über mehrere Stunden hin. Dabei wurden wir von einem Kollegen der Feuerwehr Nalbach mit einem Radlader unterstützt. Vielen Dank dafür!

Das Ordnugsamt der Stadt Dillingen Saar sicherte in Zusammenarbeit mit dem Bauhof die teilweise eingestürzte Halle gegen unbefugtes Betreten ab.

Auch der Rettungsdienst war mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort. Insgesamt gab es 16 Verletzte; 8 von ihnen mussten zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus.
Auch der DRk OV Diefflen war mit mehreren Personen im Einsatz. Sie versorgten alle eingesetzten Kräfte mit Kalt- sowie Warmgetränken und standen bereit, falls weitere Personen zu Schaden kämen.

Insgesamt waren über 130 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz.

Tragisch für viele Kameradinnen und Kameraden unseres Löschbezirks: Neben weiteren Kraftfahrzeugen war auch ein Feuerwehr-Oldtimer in der Halle abgestellt. Wie alle anderen Fahrzeuge brannte auch unser alter LF 16 vollständig aus. Der LF 16 war jahrelang im Dienste der Feuerwehr Dillingen; viele Kameraden fuhren ihre ersten Einsätze auf dem Wagen, oder erlernten in der Jugendfeuerwehr das Feuerlöschen.

Über die Schadensumme und mögliche Brandursache kann die Feuerwehr keine Auskunft geben

Feuerwehr Dillingen


 

Am Freitag, 28.08.2020, 14:33 Uhr, kam es zu einem Brandgeschehen im Dillinger Stadtteil Diefflen.

In einer als private Werkstatt genutzten ehemaligen Tennishalle führte ein 53-jähriger Berechtigter aus Ensdorf Schweißarbeiten an einem Fahrzeug durch. Hierbei geriet ein, in der Nähe befindlicher Teppichboden in Brand. Eigenständig eingeleitete Löschmaßnahmen blieben erfolglos, weshalb es zu einem raschen Übergreifen auf das Inventar der Halle und der Halle an sich kam. Das Feuer griff noch während der Löscharbeiten auf eine Reihengarage mit 14 Einheiten über. Das Übergreifen auf benachbarte Anwesen konnte durch die Einsatzkräfte (109 Einsatzkräfte) der umliegenden Feuerwehren verhindert werden. Während der Löscharbeiten mussten 4 Anwesen vorübergehend evakuiert werden. Durch die Hitzeentwicklung kam es noch zu Beschädigungen angrenzender Anwesen. Der Sachschaden wird derzeit auf 500000 EUR geschätzt. Durch das Brandgeschehen wurde der Verursacher an den Händen verletzt und einem örtlichen Krankenhaus zugeführt. Derzeit ist von einem leichten Verletzungsbild auszugehen. Durch Rettungsmaßnahmen von Haus- und Nutztieren im unmittelbaren Brandbereich wurden insgesamt 13 Personen mit Rauchgasintoxikationen verletzt. 8 Personen mussten stationär versorgt werden. Lebensgefahr besteht nicht. Nach aktuellem Erkenntnisstand geht es den Tieren gut.

Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden an. Die Primsstraße war für die Dauer der Löschung vollgesperrt. Trotz Lautsprecherdurchsagen und Anweisungen der Feuerwehr und Polizei sammelten sich eine Vielzahl von unbeteiligten Personen im unmittelbaren Gefahrenbereich und brachten sich dadurch selbst in Gefahr. Teilweise kam es bei der notwendigen Einrichtung eines Sicherheitsbereiches zu uneinsichtigem Verhalten der Personen. Gegen den Verursacher wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Polizeiinspektion Saarlouis

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