26.09.2020 12:55

Hamburg Billbrook

Hamburg

Autowerkstatt im Vollbrand - Feuerwehr löscht erneut mit Großeinsatz

Am Samstagmittag teilten Anrufer der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg über den Notruf 112 mit, dass in einer Autowerkstatt am Billbrookdeich eine unbekannte Menge Vergaserkraftstoff in Brand geraten sei, sich das Feuer rasch ausdehne und es zu einer erheblichen Rauchentwicklung komme.

Daraufhin wurde zunächst der Löschzug der unweit entfernten Feuer- und Rettungswache Billstedt zum gemeldeten Einsatzort alarmiert. Der Löschzugführer stellte kurz darauf vor Ort fest, dass die eingeschossige Werkstatt mit den Außenmaßen von 20 x 40 Meter bereits im Vollbrand stand und das Feuer auf ein angrenzendes dreigeschossiges Wohngebäude und eine Lagerhalle überzugreifen drohte. Da auf der gegenüberliegenden Straßenseite auch ein Hotel vom dicken, schwarzen Brandrauch betroffen war, erhöhte er die Alarmstufe zunächst auf Feuer2 und kurz danach auf Feuer3, um mit mehreren Löschzügen, Sonderfahrzeugen und Freiwilligen Feuerwehren eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. Mit mehreren Wasserwerfern, Wenderohren über Drehleitern und handgeführten Löschrohren von Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz gelang es dann das Feuer kontrolliert zu bekämpfen. Eine sogenannte Riegelstellung mit Löschrohren verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohngebäude.

Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung durch den Abbrand von Betriebsstoffen, Reifenteilen, Farben und Lacken, veranlasste der Einsatzleiter eine Information an die Bevölkerung über Warn-Apps, Rundfunkdurchsagen und Soziale Medien, mit der Bitte, Fenster und Türen zu schließen und Lüftungsanlagen aus- bzw. umzuschalten. Diese konnte am Nachmittag angepasst und am Abend vollständig zurückgenommen werden. Personen kamen nicht zu Schaden.

Infolge der Brandbekämpfung konnte nicht verhindert werden, dass Teile des kontaminierten Löschwassers trotz ausgebrachter Ölsperren und pneumatischer Siel-Dichtkissen in die unmittelbar angrenzende Bille flossen. In Absprache mit einem Vertreter der Umweltbehörde BUKEA und dem Umweltdienst der Feuerwehr Hamburg wurde ein Team des Technischen Hilfswerkes Hamburg alarmiert, welches mit Kleinbooten spezielle schwimmfähige Ölabsorbersperren ausbrachte, um eine Ausbreitung auf dem Gewässer zu verhindern.

Bei den umfangreichen Nachlöscharbeiten kamen, bei Einsturzgefährdung des Gebäudes, auch ein Radlader und ein Bagger des THW zum Einsatz. Am Sonntagmorgen konnte die Einsatzstelle dann, nach mehrmaliger Kontrolle, an die Umweltbehörde und die Polizei zur Brandursachenermittlung übergeben werden.

Insgesamt waren rund 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg mit drei Löschzügen der Berufsfeuerwehr, sechs Freiwillige Feuerwehren, diverse Lösch-, Hubrettungs- und Sonderfahrzeuge, Führungsdienste und Versorgungseinheiten, sowie das Technische Hilfswerk - Ortsverband Hamburg vor Ort im Einsatz. Auch der Amtsleiter der Feuerwehr Hamburg, Dr. Christian Schwarz, machte sich vor Ort ein Bild vom Einsatzverlauf.

Dies war bereits das vierte Großfeuer innerhalb von sieben Tagen, dass zweite innerhalb von 24 Stunden, für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, des THW Hamburg und die Berufsfeuerwehr Hamburg.

Feuerwehr Hamburg

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