10.10.2020 11:40

Krefeld

Nordrhein-Westfalen

Wohnungsbrand durch Brandstiftung

Am heutigen Samstagvormittag (10. Oktober 2020) hat die Polizei einen Mann und eine Frau wegen versuchter Brandstiftung vorläufig festgenommen.

Gegen 11:40 Uhr kam es in der Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses an der Hubertusstraße zu einem Wohnungsbrand. Die hinzugerufenen Polizeibeamten trafen darin eine Frau (28) und einen Mann (47) an. Als sie aus der verrauchten Wohnung gerettet werden sollten, weigerte sich der Mann. Angesichts seines Widerstands musste unmittelbarer Zwang angewendet werden, um ihn in Sicherheit zu bringen.

Die Deutsche und der Tunesier befinden sich im Polizeigewahrsam. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Update:

Zu den Festnahmen nach der versuchten schweren Brandstiftung auf der Hubertusstraße existiert ein Video, das im Netz verbreitet wurde.

Es stellt einen Ausschnitt aus einer dynamischen Entwicklung dar. Der Sachverhalt wird unter allen Aspekten polizeilich und staatsanwaltschaftlich geprüft. (

Update:

Wie bereits berichtet, hat die Polizei am gestrigen Samstag (10. Oktober 2020) einen Mann und eine Frau wegen schwerer Brandstiftung festgenommen. Die Frau wurde am heutigen Sonntag (11. Oktober 2020) wieder entlassen. Der 47-jährige Tunesier wurde heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Krefeld beim Amtsgericht vorgeführt. Gegen den Mann erging Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung und Widerstands. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Am gestrigen Vormittag hatten Nachbarn den Notruf gewählt, weil Rauch aus der Erdgeschoßwohnung eines Mehrfamilienhauses an der Hubertusstraße drang. Darin wurden eine 28-Jährige und der 47-Jährige angetroffen, die nicht Mieter sind. Bereits am 29. September 2020 hatte es in dieser Wohnung gebrannt, weshalb sie seitdem unbewohnbar war. Die Hintergründe sind derzeit noch unklar.

Am gestrigen Samstag brannte Müll in der Wohnung und verursachte eine erhebliche Rauchentwicklung. Deshalb wollten Polizeibeamte, die vor der Feuerwehr eintrafen, die beiden Personen zu ihrem eigenen Schutz aus der Wohnung bringen. Andere Personen hielten sich nicht in dem Gebäude auf.

Während die Frau die Wohnung eigenständig verließ, weigerte sich der Mann und riss sich aus dem Griff eines Beamten los und kehrte zurück in die Wohnung. Dort warf er etwas in die Flammen.

Als er etwas später zurück zur Tür kam, hielt er eine längere, metallische Greifzange in der Hand, mit der er nach den Beamtinnen und Beamten schlug. Sie ergriffen ihn, um sein erneutes Betreten der brennenden Wohnung zu verhindern. Daraufhin wurde der Mann aggressiv, schlug und spuckte um sich.

Mehrere Beamtinnen und Beamte versuchten, ihn festzuhalten. Aufgrund seiner Gegenwehr gelang ihnen das nicht sofort. Es folgte ein Gerangel, in dessen Verlauf der Mann das Reizgas eines Beamten ergriff, das heruntergefallen war. Noch bevor er es einsetzen konnte, entrissen die Einsatzkräfte ihm das Gas sowie die Zange und brachten ihn zu Boden.

Der Tatverdächtige blieb unverletzt. Er ist bereits polizeilich in Erscheinung getreten und ist der Polizei als gewaltbereit bekannt. Er ist ohne festen Wohnsitz.

Eine Beamtin wurde bei der Festnahme an der Hand verletzt. Sie blieb weiter dienstfähig.

Die Polizei Krefeld hat ein Video, das einen Teil der Festnahme dokumentiert und im Netz existiert, als Beweismittel mit in das Strafverfahren eingebracht und wird den Sachverhalt unter allen Aspekten, polizeilich wie staatsanwaltschaftlich, prüfen lassen.

Polizei Krefeld

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Westdeutsche Zeitung


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