07.10.2020 13:35

Hamburg Tatenberg

Hamburg

Feuer im Jachthafen Tatenberg - drei Sportboote in Vollbrand

Am Mittwochmittag wurde die Feuerwehr Hamburg in den Tatenberger Jachthafen gerufen. Aus bislang ungeklärter Ursache war ein offenes Sportboot, das an einem Steg lag, in Brand geraten. Durch die Rettungsleitstelle wurde die Alarmstufe "Feuer auf dem Wasser" ausgelöst. Ein Löschzug der Berufsfeuerwehr, mehrere Freiwillige Feuerwehren mit Kleinbooten, sowie ein Löschboot wurden in den Jachthafen alarmiert. Als die ersten Kräfte eintrafen, standen bereits drei Kunststoffboote in Vollbrand. Ein Boot war abgetrieben und lag am gegenüberliegenden Ufer in der Hafenausfahrt und brannte. Aufgrund der Gefahr, dass sich der Brand auf weitere Boote im Hafen ausbreiten konnte, erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe und forderte einen weiteren Löschzug und den Umweltdienst nach. Mit einem B-Rohr wurde versucht, das abgetriebene Boot zu löschen. Um dies überhaupt zu ermöglichen, mussten sich die Einsatzkräfte einen Weg durch Brombeerhecken ans Ufer bahnen, um eine geeignete Löschposition auf das Boot zu erhalten. Die beiden am Steg vertäuten Boote wurden mit einem C-Rohr gelöscht. Da der Brand in den Kunststoffbooten reichlich Nahrung fand, flammte das Feuer immer wieder auf. Es wurden zügig Vorbereitungen getroffen, die brennenden Boote mithilfe der Feuerwehr-Kleinboote von ihrem Liegeplatz zu verholen und über eine Slipanlage an Land zu ziehen, um sie dort sicher ablöschen zu können. Das abgetriebene Boot und auch ein am Steg befestigtes waren allerdings bereits so weit aufgebrannt, dass der Bootsrumpf schmolz und so viel Wasser eindrang, dass die Boote fast zeitgleich sanken. Durch den schlagartig austretenden Kraftstoff, der sich an der Wasseroberfläche entzündete, bestand plötzlich eine hohe Gefahr der Brandausbreitung. Diese wurde nur durch den beherzten Löschangriff des Angriffstrupps auf dem Steg gebannt. Nachdem die großen Flammen in dem verbliebenen Boot gelöscht waren, wurde dieses durch das Kleinboot der FF Spadenland zur Slipanlage geschleppt und mithilfe eines Löschfahrzeugs auf einem bereitstehenden Trailer aus dem Wasser gezogen. An Land konnten dann die Brandnester im Bootsrumpf endgültig abgelöscht werden. Da Kraftstoff ausgetreten war, wurde die Hafeneinfahrt mit Ölschlengeln verschlossen, damit eine Verschmutzung der Dove-Elbe verhindert wird. Die Bergung der beiden auf Tiefe gegangenen Boote wird durch Fachfirmen durchgeführt werden. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt, die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache ausgenommen. Die Feuerwehr Hamburg war mit 50 Kräften der Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren an Land und zu Wasser im Einsatz.

Feuerwehr Hamburg

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