27.11.2020 14:42

Hamburg Groß Borstel

Hamburg

Feuerwehr rettet Mutter und Kind aus brennender Wohnung

Am Freitagnachmittag meldete ein Anrufer der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg über den Notruf 112 dicken schwarzen Rauch aus der Wohnung eines Mehrfamilienhauses. Ein Kind sei vermutlich noch in der Wohnung. Da es sich bei dem Objekt um eine Wohnunterkunft von Fördern&Wohnen handelte, wurden vom Führungs- und Lagedienst direkt zwei Löschzüge, eine Freiwillige Feuerwehr, ein Führungsdienst B, ein Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und der diensthabende Pressesprecher zur gemeldeten Anschrift alarmiert.

Vor Ort erkundete der ersteintreffende Zugführer eine bereits im Vollbrand stehende Wohnung im ersten Obergeschoss eines dreigeschossigen, freistehenden Wohngebäudes, mit den Grundmaßen 15 mal 20 Meter und zwölf Wohneinheiten. Ein Löschtrupp, ausgerüstet mit umluftunabhängigem Atemschutz und einem C-Rohr, ging zur Menschenrettung ins Gebäude vor und begegnete am Wohnungseingang der Brandwohnung einem circa siebenjährigen Kind mit seiner Mutter. Sie wurden mit Brandfluchthauben durch den Treppenraum ins Freie gerettet und sofort rettungsdienstlich versorgt. Ein Bewohner aus einer benachbarten Wohnung konnte sich eigenständig unverletzt aus dem Gebäude begeben und wurde durch Einsatzkräfte betreut.

Da der Verbleib von neun weiteren Familienmitglieder zunächst unklar war, wurden mit den Einsatzstichwort Massenanfall von bis fünf Patienten, weitere vier Rettungswagen, ein zusätzlicher Notarzt, ein Führungsdienst A, ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, ein weiteres Löschfahrzeug und ein Leitender Notarzt nachalarmiert.

Nach Sichtung durch den anwesenden Notarzt wurde der augenscheinlich unverletzte Junge vorsorglich und seine Mutter mit dem Verdacht einer Rauchgasinhalation in einem Rettungswagen in eine nahegelegene Klink befördert. Während dessen konnte ein weiterer Löschtrupp im Innenangriff das Feuer in der Wohnung schnell löschen. Hier hatten aus bisher unbekannter Ursache größere Mengen an Möbeln und Bekleidung gebrannt.

Nachdem die Recherche des Einsatzleiters ergab, dass alle übrigen Familienmitglieder zum Zeitpunkt des Brandes nicht in der Brandwohnung anwesend waren, konnten sämtliche noch anrückenden Rettungskräfte ihre Einsatzfahrt abbrechen.

Nach Abschluss der Nachlöscharbeiten und Belüftung des Gebäudes, sowie Kontrolle der elf weiteren Wohneinheiten, wurde die Einsatzstelle einem Verantwortlichen des Betreibers übergeben. Die Brandwohnung musste für unbewohnbar erklärt werden. Eine Unterbringung der Betroffenen konnte durch den Betreiber organisiert werden. Die Polizei Hamburg übernahm die weiteren Ermittlungen zur Brandursache.

Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr vor Ort im Einsatz.

Feuerwehr Hamburg

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MOPO.de


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