05.12.2020 21:40

Mönchengladbach Bonnenbroich, Geneicken

Nordrhein-Westfalen

Kellerbrand im Mehrfamilienwohnhaus

In der heutigen Nacht wurde die Feuerwehr über die Notrufleitung 112 der Leitstelle zu einem Brand in Bonnenbroich, Geneicken alarmiert. Der Anrufer berichtete der Feuerwehr von einem ausgedehnten Kellerbrand in einem Mehrfamilienwohnhaus. Der Treppenraum sei stark verraucht und in dem Gebäude befinden sich noch zahlreiche Menschen.

Die Leitstelle alarmierte sofort die zuständigen Brandschutzkräfte der Feuer- und Rettungswachen, die Einheit Rheydt der Freiwilligen Feuerwehr, einen Rettungswagen, den Notarzt sowie den Führungsdienst. Die Einsatzkräfte bekamen durch die Leitstelle bereits auf der Einsatzfahrt die Information, dass in dem Mehrfamilienwohnhaus 40 Personen leben sollten.

Bei der ersten Erkundung bestätigten sich die Meldungen, die bereits von der Leitstelle mitgeteilt wurden. In dem 4-geschossigen Mehrfamilienwohnhaus stand ein Kellerraum im Vollbrand. Der Rettungsweg der Hausbewohner über den Treppenraum war dicht verraucht. Die Tür zum Keller stand offen, so dass der Brandrauch in großer Menge über den Treppenraum bis zu den Wohnungen vorgedrungen war. Die Hausbewohner machten sich auf ihren Balkonen bemerkbar und riefen um Hilfe.

Die Feuerwehr organisierte die Brandbekämpfung und die Räumung des Mehrfamilienwohnhauses. Für die Brandbekämpfung wurde ein Trupp unter Atemschutz in den Keller beordert und ein weiterer Trupp zur Menschenrettung in den verrauchten Treppenraum. Auch von außen wurden Löscharbeiten im Kellerbereich durchgeführt. Die Räumung des Hauses erfolgte größtenteils von außen über Fenster und Balkone. Die Bewohner wurden über die geplanten Maßnahmen ständig informiert und betreut. Die Menschenrettung von ca. 20 Personen aus dem Mehrfamilienwohnhaus erfolgte zum Teil über tragbare Leitern der Feuerwehr. Mit Hilfe von Brandfluchthauben wurden weitere 10 Personen von der Feuerwehr sicher durch den verrauchten Treppenraum ins Freie geführt. Für die Untersuchung und Betreuung der geretteten Personen, wurde vom Rettungsdienstpersonal aufgrund der winterlichen Temperaturen ein Bus der NEW genutzt. Der Notarzt untersuchte die Hausbewohner und veranlasste die weitere Behandlung in umliegende Krankenhäuser von insgesamt 7 Personen. Im Bereich des Kellers wurde sowohl die Elektrik als auch die Gasversorgung des Hauses stark beschädigt. Die NEW musste die gesamte Energieversorgung abstellen. Das Mehrfamilienwohnhaus wurde auch durch den Brandrauch so stark beschädigt, dass die Bewohner in der Nacht nicht wieder zurück in ihre Wohnungen konnten. Mit Hilfe von Freunden und Familien konnte etwa die Hälfte der Hausbewohner eine andere Übernachtungsmöglichkeit finden. Die anderen Personen fanden Zuflucht in einer Notschlafstelle der Stadt Mönchengladbach.

Im Einsatz waren Einsatzkräfte von der Feuer- und Rettungswache II (Holt), der Feuer- und Rettungswache III (Rheydt), der Einheit Rheydt der Freiwilligen Feuerwehr, vier Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr.

Feuerwehr Mönchengladbach


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