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04.08.2022 19:00

Hirschberg Saale-Orla-Kreis

Thüringen

Hydrauliköl trifft auf Palmöl

Zeitgleich wurden die Feuerwehren Gefell und Hirschberg auf die BAB 9 zu einem gemeldeten LKW - Brand alarmiert. Bei Eintreffen stand die Zugmaschine bereits im Vollbrand mehrere lautstarke Knallgeräusche wurden hörbar wahrgenommen. In kürzester Zeit hatte sich die Böschung und der Mittelstreifen entzündet. Aufgrund der unklaren Lage und da es sich um einen Tanklastzug handelte und keine Erkenntnisse zur Ladung gemacht werden konnte, wurden sofort durch unseren Einsatzleiter die Feuerwehren Schleiz und Bad Lobenstein alarmiert.

Mit Kollegen der Polizei aus Oberfranken, welche sehr schnell am Ort des Geschehen eintrafen und die Einsatzleitung unterstützen, wurde in Absprache die Fahrtrichtung Berlin gesperrt.

Zur selben Zeit ging in der benachbarten Integrierten Leitstelle Hochfranken ebenfalls Notrufe ein und auch hier wurden zahlreiche Kräfte alarmiert:

die Feuerwehren aus Berg, Naila, Selbitz, Hof, Rehau, Gefahrgutzug Landkreis Hof alarmiert.

Danke für die länderübergreifende sehr gute Zusammenarbeit

  • Freiwillige Feuerwehr Gefell
  • Feuerwehr Schleiz
  • Feuerwehr Bad Lobenstein
  • Feuerwehr Berg/Ofr.
  • Feuerwehr Stadt Naila
  • Freiwillige Feuerwehr Stadt Selbitz
  • Feuerwehr Stadt Rehau
  • Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hof e.V.
  • THW Naila
  • Ug-Öel Lkr. Hof

Feuerwehr Hirschberg (Saale)


Am frühen Donnerstagabend kam es auf der BAB 9 in Fahrtrichtung München kurz vor der Landesgrenze Bayern zu einem Fahrzeugbrand. Nach ersten Erkenntnissen platzte an der polnischen Zugmaschine MAN ein Hydraulikschlauch, welcher dadurch abriss. Das austretende Hydrauliköl entzündete sich im Motorraum und fing sofort Flammen. Der 57-jährige polnische Fahrer des Tankzuges reagierte in dieser "brenzligen" Situation geistesgegenwärtig und lenkte das Fahrzeug noch auf den Standstreifen. Er konnte rechtzeitig unverletzt aus dem Führerhaus aussteigen, ehe die Zugmaschine sofort in Flammen aufging und komplett ausbrannte. Die rechtzeitig alarmierte und schnell herbeigeeilte Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf den schwedischen Tank-Anhänger, in dem 25.000 Liter Palmöl transportiert wurden, verhindern. Aufgrund der möglichen Explosionsgefahr des Palmöls wurde zur Sicherheit neben der Richtungsfahrbahn München auch die Fahrbahn in Richtung Berlin voll gesperrt. Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte und keine Gefahr mehr bestand, wurde die Fahrbahn in Richtung Berlin nach ca. 60 min wieder komplett frei gegeben und in Richtung München nach ca. 100 min wieder teilweise. Durch die derzeit laufenden Bergungsarbeiten bleibt der rechte und mittlere Fahrstreifen aktuell gesperrt. Eine Ab- bzw. Umleitung des Verkehrs gestaltete sich aufgrund von Sperrungen der umliegenden Landes- und Bundesstraßen als schwierig. Es entstand ein Gesamtschaden am Fahrzeug und den Leiteinrichtungen der Autobahnmeisterei von ca. 100.000 EUR.

Autobahnpolizeiinspektion


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