23.08.2022 12:00

Duderstadt Steintorstraße Göttingen

Niedersachsen

Hinweis auf verdächtige Subtanzen - Polizei durchsucht Fachwerkhaus

Nach einem Hinweis auf die Lagerung verdächtiger Substanzen wird bereits seit Dienstagnachmittag (23.08.22) in der Duderstädter Innenstadt ein Fachwerkhaus mit richterlichem Beschluss durchsucht. Die Steintorstraße ist deshalb aktuell voll gesperrt. Der Verkehr wird von der Polizei umgeleitet.

In dem Haus stießen Ermittler auf eine Vielzahl an Chemikalien und andere Substanzen, die zurzeit nach und nach von angeforderten Experten des Landeskriminalamtes Hannover geborgen und untersucht werden. Wann an Begutachtung komplett abgeschlossen sein wird, ist weiterhin unklar.

Aktuell bereitet man die Vernichtung von zwei gefundenen Reagenzgläsern vor, die einen kristallinen Stoff beinhalten. Die Entsorgung der Substanz muss auf dem Hinterhof des Hauses erfolgen. Zur Begleitung der Maßnahme wurde vorsorglich ein Löschzug der Feuerwehr angefordert. Die unmittelbare Nachbarschaft muss für die Dauer der Vernichtung ihre Wohnungen verlassen. Einsatzkräfte von Polizei und Stadt sind vor Ort und regeln den Ablauf.

Update:

Die Durchsuchung eines Fachwerkhauses in der Duderstädter Innenstadt nach verdächtigen Substanzen ist am Mittwochnachmittag (24.08.22) erneut unterbrochen worden. Die Eingänge des Haus wurden versiegelt und auf Veranlassung der Polizei gegen unbefugtes Betreten gesichert. Der 43 Jahre alte Hauseigentümer kam inzwischen anderweitig unter. Für die Dauer des Einsatzes von Polizei, Landeskriminalamt und Feuerwehr war die Steintorstraße bis zum späten Nachmittag voll gesperrt. Einsatzkräfte der Zentralen Polizeidirektion aus Hannover leiteten den Verkehr um.

Angeforderte Experten des LKA Hannover hatten am späten Vormittag mit der Begutachtung der Räume sowie der Bestimmung von vorgefundenen, chemischen Substanzen begonnen. Dabei stießen die Ermittler auf zwei Reagenzgläser, die unbekannte kristalline Stoffe enthielten. Der verdächtige Fund wurde noch am Nachmittag gegen 14.30 Uhr auf dem Hinterhof des Hauses vernichtet. Die Maßnahme verlief ohne Zwischenfälle. Sachschäden entstanden nicht. Etwa 20 Bewohner/innen angrenzender Gebäude mussten vorsorglich vorübergehend ihre Wohnungen verlassen.

Nach aktuellem Stand wird die Durchsuchung des insgesamt unübersichtlichen, mehrstöckigen Wohnhauses am Donnerstagmorgen (25.08.22) fortgesetzt. Wie lange die Ermittler damit beschäftigt sein werden und ob es gelingt, die arbeitsintensive Maßnahme an diesem Tag abzuschließen, kann nicht gesagt werden.

Update:

Die Durchsuchung eines Fachwerkhauses in der Duderstädter Steintorstraße konnte am Donnerstagvormittag (25.08.22) abgeschlossen werden.

Zur Unterstützung der Ermittler bei der Begutachtung der zahlreichen Räume in dem unübersichtlichen Haus waren am Morgen Einsatzkräfte der Zentralen Polizeidirektion aus Braunschweig angereist.

Am mittlerweile dritten Einsatztag stieß man im Gebäude auf diverse, augenscheinlich unsachgemäß verbaute Elektronikkomponenten und eine Vielzahl unsachgemäß gelagerter chemischer Substanzen.

Wegen des Fundes von Munition, Zündern von Übungshandgranaten und eines verbotenen Wurfmessers leiteten die Beamten Ermittlungen gegen den 43 Jahre alten Eigentümer wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz ein.

Bei der Durchsuchung vorgefundene, potenziell gefährliche Gegenstände und Substanzen, die nicht von strafrechtlicher Relevanz waren, wurden im Anschluss der fachgerechten Entsorgung einer Sondermülldeponie im Landkreis Göttingen zugeführt.

Der 43-jährige Duderstädter war bereits am Dienstag nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen worden.

Unklar ist zur Stunde, wann der Mann in sein Haus zurückkehren kann. Der Polizeieinsatz brachte auch erhebliche bauliche Mängel ans Licht, die vermutlich zunächst von den zuständigen Behörden begutachtet werden müssen.

Polizeiinspektion Göttingen

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HNA


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