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17.11.2022 22:45

Grafenau Döffingen Böblingen

Baden-Württemberg

Mercedes vollständig ausgebrannt - Tatverdacht richtete sich gegen einen 30 Jahre alten Mann

In der Nacht auf Freitag wurde die Feuerwehr Grafenau gegen 22.47 Uhr zu einem PKW-Brand in den Heckenweg alarmiert.

Beim Eintreffen des ersten Feuerwehrfahrzeugs stand der PKW bereits im Vollbrand, sodass umgehend ein Löschangriff unter Atemschutz eingeleitet wurde. Im Verlauf der Löscharbeiten wurden Motorhaube, Kofferraum sowie Innenraum geöffnet um Glutnester gezielt ablöschen zu können. Zudem wurde das Fahrzeug mithilfe eines hydraulischen Geräts angehoben, um am Unterboden Löscharbeiten vornehmen zu können.

Im Anschluss wurde die Einsatzstelle für polizeiliche Maßnahmen ausgeleuchtet.

Die Feuerwehr Grafenau befand sich mit drei Löschfahrzeugen, einem Führungsfahrzeug und einem Logistikfahrzeug zur Einsatzstellenhygiene mit insgesamt 26 Kräften im Einsatz.

Feuerwehr Grafenau


Gegen 22.45 Uhr am Donnerstagabend alarmierte eine Zeugin Polizei und Feuerwehr, nachdem sie im Bereich des Heckenwegs in Döffingen einen Fahrzeugbrand festgestellt hatte. Ein am Fahrbahnrand abgestellter Mercedes hatte Feuer gefangen. Die Freiwillige Feuerwehr Grafenau rückte hierauf mit 26 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen aus. Etwa 25 Minuten später war der Brand gelöscht. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 2.000 Euro geschätzt. Der PKW, der nun ein Totalschaden ist, musste abgeschleppt werden. Zwischenzeitlich hatte die Polizei Kontakt zum Eigentümer des PKW aufgenommen. Der 42 Jahre alte Mann, der in einer Sozialunterkunft wohnt, teilte der Polizei mit, dass er einen Nachbarn im Verdacht habe, den Mercedes angezündet zu haben. Dieser habe ihn bereits eine Woche zuvor mit einer Harpune bedroht, was zu einem größeren Polizeieinsatz geführt hatte (siehe unten). Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde die Unterkunft von mehreren Beamtinnen und Beamten der Polizeireviere Sindelfingen und Böblingen umstellt. Der 30-jährige Verdächtige befand sich allerdings nicht im Gebäude. Im Rahmen der sich anschließenden Maßnahmen vor Ort konnte eine Streifenwagenbesatzung den 30-Jährigen unweit der Unterkunft feststellen. Hierauf wurde er vorläufig festgenommen. Gegen den Mann besteht bereits ein von der Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragter Haftbefehl wegen der genannten Bedrohung. Der 30-Jährige wurde zum Polizeirevier Sindelfingen gebracht und am Freitagvormittag einem Haftrichter beim zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Im Zuge der richterlichen Vorführung leistete der Tatverdächtige noch im Polizeirevier Sindelfingen Widerstand, so dass zwei Polizeibeamte verletzt wurden. Der Richter setzte den bestehenden Haftbefehl in Vollzug und wies den 30-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt ein. Die Ermittlungen den Tatverdacht der Brandstiftung betreffend dauern an.

11.11.2022:

Am Freitagmittag soll ein Bewohner in einer Sozialunterkunft in Döffingen einen Mitbewohner im Hausflur mit einer Harpune bedroht haben. Gemäß den derzeitigen Erkenntnissen war eine persönliche Angelegenheit Grund für die Bedrohung. Der Mitbewohner alarmierte gegen 13.00 Uhr die Polizei. Mehrere Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Sindelfingen sowie eine Streife der Polizeihundeführerstaffel des Polizeipräsidiums Ludwigsburg umstellten hierauf das betreffende Gebäude. Die Beamten und Beamtinnen legten hierzu ihre Zusatzausrüstung an. Wie sich im weiteren Verlauf herausstellte, hatten jedoch beide in die Bedrohungssituation involvierten Männer die Unterkunft bereits verlassen. Bei dem Tatverdächtigen dürfte es sich um einen polizeibekannten 30-Jährigen handeln, der nach polizeilichen Erkenntnissen einen weiteren Hinwendungsort bei einer Verwandten in der Nähe der Unterkunft hat. Dieses Wohnhaus wurde in der Folge ebenfalls überprüft und versucht mittels Lautsprecherdurchsagen Kontakt zu dem Tatverdächtigen aufzunehmen. Dem Anschein nach dürfte sich im Haus jedoch niemand befunden haben, so dass letztlich mit richterlicher Anordnung das Zimmer des 30-Jährigen in der Sozialunterkunft durchsucht wurde. Eine Harpune konnte hierbei nicht aufgefunden werden. Es wurden jedoch andere gefährliche Gegenstände, wie eine Machete und Messer festgestellt und beschlagnahmt. Die Ermittlungen zum Aufenthalt des 30-Jährigen und zum Sachverhalt dauern an.

Polizeipräsidium Ludwigsburg


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