08.01.2023 21:16

Bruchsal Karlsruhe

Baden-Württemberg

Wohnungsbrand

Dichter, schwarzer Rauch trat aus einer Erdgeschosswohnung in der Schwetzinger Straße am Sonntagabend aus. Ein Nachbar wurde durch einen Knall darauf aufmerksam, vernahm im Treppenhaus Feuer und löschte dieses mit einem Feuerlöscher. Eine noch im Mehrfamilienhaus befindliche Person konnte sich selbstständig in Sicherheit bringen.

Am Sonntagabend um 21:16 Uhr wurde die Bruchsaler Feuerwehr mit dem Alarmstichwort „Rauch aus Gebäude“ in die Schwetzinger Straße gerufen. Beim Eintreffen der Feuerwehr drang dichter, schwarzer Rauch aus einer Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses. Ein Feuer im Treppenhaus war bereits von einem gegenüber wohnenden Nachbarn mit einem Feuerlöscher gelöscht. Zum Zeitpunkt des Brandes befand sich noch eine Person im ersten Obergeschoss des Gebäudes. Diese konnte sich selbstständig in Sicherheit bringen. Unter Atemschutz ging die Feuerwehr mit einem C-Rohr zur Erkundung und Brandbekämpfung in die Brandwohnung vor. Weitere Trupps unter Atemschutz durchsuchten das Gebäude nach weiteren Personen.

In der Brandwohnung brannte es in mehreren Zimmern, das Feuer konnte allerdings rasch abgelöscht werden. Weitere Personen befanden sich glücklicherweise nicht im Gebäude. Der Notdienst des Energieversorgers hat das Gebäude zur Sicherheit der Einsatzkräfte stromlos geschaltet. Mit einer Wärmebildkamera wurden die Brandstellen kontrolliert und letzte Glutnester abgelöscht. Während der Löschmaßnahmen kamen drei weitere Bewohner nach Hause, die glücklicherweise beim Brandausbruch nicht zu Hause waren. Das komplette Gebäude musste mit einem Drucklüfter ausgiebig belüftet werden, um ein sicheres Betreten wieder zu ermöglichen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wird von einer Brandstiftung ausgegangen und die Ermittlungen dazu wurden aufgenommen. Der Kriminaldauerdienst hat noch am Abend die Arbeit im Brandobjekt begonnen. Zur Absicherung von Betroffenen und Einsatzkräften war der Rettungsdienst unter dem organisatorischen Leiter, Klaus Müller, mit einem Notarzteinsatzfahrzeug, einem Rettungswagen und der Schnelleinsatzgruppe Bruchsal, bestehend aus Malteser Hilfsdienst und DRK, vor Ort. Die Feuerwehr Bruchsal war unter der Leitung des stellvertretenden Feuerwehrkommandanten Andreas Kroll mit rund 35 Einsatzkräften bis kurz nach halb zwölf im Einsatz.

Fahrzeuge:

Bruchsal: 1/10-1 | KdoW 1 , 1/10-2 | KdoW 2 , 1/12 | ELW2 , 1/33 | DLA(K) 23/12 AS , 1/42 | LF 10 , 1/44 | HLF 20/16 , 1/46 | HLF 20/20 , 1/73 | GW-T 

Weitere Kräfte: 

Notdienst Strom, Polizei, Rettungsdienst


Feuerwehr Bruchsal

Ein 37-jähriger Mann steht im Verdacht, am Sonntagabend gegen 21:10 Uhr in einer von ihm bewohnten Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Bruchsal unter Zuhilfenahme eines Brandbeschleunigers Feuer gelegt zu haben. Einem aufmerksamen Nachbarn war es zu verdanken, dass die Feuerwehr schnell alarmiert wurde und mit den Löschmaßnahmen beginnen konnte. Eine Ausbreitung des Feuers auf andere Wohnungen wurde so verhindert. Die zügig eingeleitete Fahndung der Polizei, bei der auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, führte noch in der Nacht zur vorläufigen Festnahme des Verdächtigen.

Bei dem Gebäudebrand kamen keine Personen zu Schaden. Der entstandene Sachschaden wir vorläufig auf rund 100.000 Euro geschätzt. Die weiteren Ermittlungen werden vom Kriminalkommissariat Bruchsal geführt.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Beschuldigte aufgrund einer psychischen Erkrankung in einem wahnhaften Zustand gehandelt hatte, hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe beim zuständigen Ermittlungsrichter den Erlass eines Unterbringungsbefehls, d.h. eine einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus, beantragt.

Polizei


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