07.12.2023 12:48

Henstedt-Ulzburg

Schleswig-Holstein

Außergewöhnlicher Schaumeinsatz

Zu einen außergewöhnlichen Einsatz wurde die Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg am Donnerstag, dem 07. Dezember 2023 alarmiert, der sich im Verlauf zu einem Großeinsatz mit Menschenrettung entwickelte.

Gegen 12:48 Uhr meldeten Mitarbeiter eines in der Straße Immenhacken sitzenden Unternehmens, dass aufgrund eines technischen Defektes, die interne Schaumlöschanlage ausgelöst hatte und sich der Schaum nun unkontrolliert auf dem Betriebsgelände sowie bereits auf der angrenzenden Straße verteilt. Zudem sollte mindestens ein Fahrer eines Lastkraftwagens in seinem Fahrerhaus sitzen und dort nicht mehr heraus kommen können. Die Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg wurde daraufhin mit dem Einsatzstichwort "TH K Y" (Technische Hilfeleistung, kleiner als Standard, Menschenleben in Gefahr) alarmiert. Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle, lies der Einsatzleiter, stv. Zugführer Timo Schütt, das Einsatzstichwort auf "TH Y" (Technische Hilfeleistung, Menschenleben in Gefahr) erhöhen und alarmierte somit die komplette Gemeindefeuerwehr Henstedt-Ulzburg, um ausreichend Einsatzkräfte an der Einsatzstelle zu gewährleisten.

Am Einsatzort stellte sich das Einsatzbild wie folgt da: mehrere hundert Quadratmeter Betriebsgelände sowie die angrenzende Straße standen teils bis zu fünf Meter hoch im Löschschaum. Mehrere auf dem Gelände parkende PKW waren teils komplett mit Schaum überdeckt, einige auf dem Betriebsgelände stehende LKW waren sogar bis zum Dachbereich mit Schaum beaufschlagt.

Ein Fahrer eines Lastkraftwagen saß in seinem Fahrerhaus und konnte aufgrund der Menge an Löschschaum nicht aussteigen. Zudem wurde kurz darauf nach Eintreffen der Einsatzkräfte bekannt, dass ein weiterer Fahrer eines LKW ebenso im LKW saß. Somit waren zwei Personen in ihren Fahrzeugen eingeschlossen. Zu beiden Fahrern bestand während des Einsatzes telefonischer Kontakt.

Mittels Hochdrucklüfter verschafften sich im ersten Angriff zwei Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz eine Schneise, um einen Zugang in das Gebäude zu sichern. Hierzu standen die Trupps teils im kompletten Schaum, da dieser immer wieder nachdrückte. Parallel wurde eine Wasserversorgung an mehreren Bereichen aufgebaut, um den Schaum mit Wasser runter zu drücken und zu verdünnen. Da dieses Vorgehen sehr zeitintensiv war, wurde die Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen nachalarmiert um die Henstedt-Ulzburger Einsatzkräfte zu unterstützen. Diese Maßnahme zeigte guten Erfolg, so dass beide Fahrer ihre Fahrerkabine in Begleitung der Feuerwehr verlassen und zur Sichtung an den Rettungsdienst übergeben werden konnten. Beide Personen konnten unverletzt ihre Tätigkeit wieder aufnehmen.

Für die Feuerwehr waren nach der Menschenrettung nur noch Maßnahmen der Schadenbegrenzung nötig. Hierzu wurde weiter der Schaum mit Wasser verdünnt. Zur weiteren Veranlassung wurde die Einsatzstelle an die Ordnungsbehörde übergeben, um in Zusammenarbeit mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Segeberg weitere und abschließende Maßnahmen zu ergreifen und eine weitere Ausbreitung durch das Abwasser- und die Oberflächenentwässerung zu verhindern.

Die Feuerwehren waren mit knapp 70 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz konnte vor Ort gegen 16:45 Uhr beendet werden.

Die Polizei hat noch vor Ort die Ermittlungen aufgenommen. Verletzt wurde niemand. Seitens der Feuerwehr können keine Angaben zur Schadenshöhe, Personalien oder Verletzungen der Betroffenen gemacht werden. Eingesetzte Kräfte: Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen Kreisfeuerwehrverband Segeberg: Pressesprecher Kreisfeuerwehrzentrale Segeberg: Rufbereitschaft mit Wechselladerfahrzeug

Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein mit drei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug Polizei Segeberg und Pinneberg

Kreisfeuerwehrverband Segeberg


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