Zwei Kühe aus Lebensgefahr gerettet [ Einsatzbericht / Aurich Rahe ]

31.12.2025 10:20

Aurich Rahe Aurich

Niedersachsen

Zwei Kühe aus Lebensgefahr gerettet

Über mehrere Stunden hat eine Großtierrettung am Silvestervormittag die Feuerwehren Haxtum und Sandhorst im Auricher Ortsteil Rahe gefordert. Bei der Regionalleitstelle in Wittmund war gegen 10:20 Uhr der Notruf eines Landwirts eingegangen, der beim Betreten seines Stallgebäudes feststellte, dass zwei Kühe in den darunterliegenden Güllekeller durchgebrochen waren. Die Tiere steckten bis zum Hals in der Jauchemasse und wirkten bereits völlig entkräftet, weshalb eine sofortige Rettung erforderlich wurde. Mit gut 30 Einsatzkräften rückten die beiden Ortswehren daraufhin an die Oldersumer Straße aus.

Während sich die Feuerwehrleute einen Überblick über die Situation verschafften, eröffnete sich ihnen die Komplexität der örtlichen Gegebenheiten: Ein direkter Zugang in die Unterkellerung bot sich nur über zwei schmale Öffnungen an unterschiedlichen Ecken der Stallung. Zudem schienen die Tiere dort umherzuirren, was sie zwangsläufig weiter schwächte und somit ein Ertrinken drohte. In Absprache mit den anwesenden Landwirten entschied man sich zunächst dazu, den Pegel durch Abpumpen der Flüssigkeit abzusenken, was in der Folge mit Hilfe landwirtschaftlicher Maschinen umgesetzt wurde.

Hierdurch bot sich den Einsatzkräften nach rund einer Stunde auch die Möglichkeit, unter Atemschutz mit Wathosen ausgerüstet in den Kellerschacht vorzugehen und zunächst die genaue Position der Tiere zu bestimmen, ehe daraufhin versucht wurde, sie nacheinander zu den Ausgangsöffnungen zu treiben. Dort ist die erste Kuh gut zweieinhalb Stunden nach Beginn der Rettungsmaßnahmen festgesetzt, durch ein spezielles Geschirr fixiert und dann mittels Kleintraktor aus dem Untergeschoss gehoben worden. Das zweite Tier musste durch weitere Atemschutztrupps zum rückwärtigen Ausgang bewegt, im Anschluss ebenfalls festgebunden und schließlich durch einen Teleskoplader hochgehievt werden.

Die Rettung beider Tiere, welche umgehend durch zwei angerückte Tierärzte untersucht und für wohlauf befunden worden sind, nahm somit knappe dreieinhalb Stunden in Anspruch. Im Nachgang wurden die im Keller eingesetzten Feuerwehrleute sowie das verwendete Material umfangreichen Reinigungsmaßnahmen unterzogen. Der zwischenzeitlich alarmierte und bei der Feuerwehr Middels stationierte Verpflegungszug des Landkreises Aurich versorgte die durch den anhaltenden Dauerregen größtenteils durchnässten Einsatzkräfte mit Heißgetränken. Gegen 14:30 Uhr konnte das letzte Fahrzeug wieder abrücken.

Freiwillige Feuerwehr Aurich


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