Kurz nach 23:00 Uhr am 3. Januar 2026 kollidierte bei Friedrichshafen ein Regionalexpress mit einem auf dem Gleis stehenden Bootsanhänger.
Der Triebfahrzeugführer des RE konnte kurz nach Ausfahrt aus dem Bahnhof Friedrichshafen Ost in Richtung Lindau einen Gegenstand auf dem Gleis erkennen und leitete umgehend eine Schnellbremsung des bereits mit 110 km/h fahrenden Zuges ein. Ein Zusammenstoß mit dem leeren Anhänger konnte jedoch nicht mehr verhindert werden. Kräfte der Feuerwehr mussten den unter dem Triebwagen verkeilten Anhänger herausschneiden. Der RE konnte zu einem späteren Zeitpunkt in eine Wartungshalle gefahren werden.
Von den 24 Reisenden und dem Zugpersonal wurde bei dem Vorkommnis niemand verletzt. Sie wurden aus dem Zug gebracht und mit einem von der Bahn bereitgestellten Bus weitertransportiert. Die eingleisige Strecke war für die Dauer der Maßnahmen bis 02:48 Uhr am Morgen des 4. Januar gesperrt. An dem Einsatz waren neben Bundes- und Landespolizei auch Feuerwehr, Rettungsdienst und Bahnmitarbeiter beteiligt. Unter anderem zur Fertigung von Übersichtsaufnahmen wurde ein Hubschrauber der Bundespolizei eingesetzt.
Die Bundespolizeiinspektion Konstanz ermittelt nun, wie der Bootsanhänger auf der freien Strecke auf die Gleise kam und ob die Kollision mutwillig herbeigeführt wurde.
Bundespolizeiinspektion Konstanz