Am 27. April kam es im Nürnberger Nordosten zu einer Explosion in einer Apartmentwohnung. Dabei wurde eine Person verletzt, außerdem entstand beträchtlicher Sachschaden.
Gegen 18:30 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Nürnberg die Wachen 1 bis 4 der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren Boxdorf und Laufamholz.
Schon auf der Anfahrt erkannten die ersten Einsatzkräfte das Ausmaß der Zerstörung. Weit verstreute Glassplitter vor dem Gebäude ließen auf eine starke Druckwelle schließen. Die Feuerwehr sperrte den Gefahrenbereich umgehend ab und begann mit der Durchsuchung der betroffenen Wohnung. Dabei stießen die Einsatzkräfte auf eine verletzte Person. Sie wurde aus der Wohnung gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.
Währenddessen wurde auch die Ursache der Explosion gefunden. Auslöser war eine handelsübliche Flüssiggas-Kartusche mit einem Inhalt von rund 300 Gramm, die sich durch Hitzeeinwirkung so stark erhitzt hatte, dass sie infolge des Druckanstiegs explodierte. Die Druckwelle war so stark, dass Teile eines Rollladens in einen benachbarten Baum geschleudert wurden. Zudem zersplitterten zwei bodentiefe Fenster vollständig, und die umherfliegenden Trümmer beschädigten mehrere geparkte Fahrzeuge.
Im weiteren Einsatzverlauf überprüften die Einsatzkräfte die Wohnung auf eine mögliche Gaskonzentration und führten anschließend Sicherungs- und Aufräumarbeiten durch.
Die Feuerwehr Nürnberg weist in diesem Zusammenhang auf die Gefahren beim Umgang mit gasgefüllten Behältern hin. Gaskartuschen, Gasflaschen sowie andere unter Druck stehende Behälter sollten ausschließlich bestimmungsgemäß verwendet und gelagert werden. Zudem ist es wichtig, sie vor Hitze zu schützen, da bereits geringe Erwärmung zu einem gefährlichen Druckanstieg und im Extremfall zu Explosionen führen kann. (DK, RW).
Feuerwehr Nürnberg