Am Samstagabend, den 25.04.2026, wurden die Feuerwehr Hardt- und Schönbühlhof um 18:23 Uhr mit dem Stichwort „B3 – Feuer/Rauch landwirtschaftliches Gebäude“ alarmiert.
Bereits auf dem Weg zum Feuerwehrgerätehaus waren deutlicher Brandgeruch sowie eine schnell anwachsende Rauchentwicklung wahrnehmbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die betroffene Scheune bereits in Vollbrand. Daraufhin wurde durch den Einsatzleiter umgehend eine Alarmstufenerhöhung auf „B5“ veranlasst.
Beim Eintreffen an der Einsatzstelle drohte das Feuer unmittelbar auf ein angrenzendes Wohngebäude überzugreifen. Umgehend wurde eine Riegelstellung mittels B-Rohr aufgebaut, um das Nachbargebäude zu schützen. Diese Maßnahme war entscheidend, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.
Im weiteren Verlauf kamen zwei Drehleitern sowie mehrere B- und C-Rohre von beiden Seiten der Scheune zum Einsatz.
Aufgrund der zunächst eingeschränkten Wasserversorgung wurden frühzeitig mehrere Förderleitungen vom Löschteich zur Einsatzstelle verlegt, um eine ausreichende Löschwasserversorgung sicherzustellen. Die Abrollbehälter Löschwasser aus Vaihingen und Ludwigsburg speisten unter anderem die Drehleiter auf der Gebäuderückseite direkt ein.
Im weiteren Einsatzverlauf waren aufwendige Fahrzeugbergungen sowie umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich, da sich in der betroffenen Scheune fünf Kraftfahrzeuge sowie ein Traktor mit Anhänger befanden.
Aufgrund der stark beschädigten Gebäudestruktur wurde die Scheune durch ein örtliches Unternehmen kontrolliert abgerissen, um gezielte Nachlöscharbeiten durchführen zu können.
Insgesamt waren über 150 Einsatzkräfte an den Löscharbeiten beteiligt, darunter zahlreiche umliegende Feuerwehren sowie Rettungsdienst und Polizei.
Der Einsatz dauerte bis in die späten Abendstunden an, Nachkontrollen erfolgten am Folgetag.
Trotz der schwierigen Anfangsbedingungen konnte ein Übergreifen der Flammen auf mehrere benachbarte Gebäude sowie auf in der Nähe befindliche Flüssiggastanks erfolgreich verhindert werden.
Die enorme Hitzestrahlung während der Durchzündungsphase führte dazu, dass sich mehrere Einsatzkräfte leichte Brandverletzungen zuzogen.
Der entstandene Gesamtschaden wird nach ersten Schätzungen auf rund 200.000 Euro beziffert. Die Brandursache ist derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Besonders hervorzuheben ist der außergewöhnliche Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft: Während des Einsatzes wurden die Einsatzkräfte durch Anwohner mit Getränken und Verpflegung unterstützt, was maßgeblich zur Bewältigung des lang andauernden Einsatzes beitrug.
Feuerwehr Hardt- und Schönbühlhof https://www.fw-hardtschoenbuehlhof.de/einsatzberichte/b5-feuer-rau