01.01.2019 20:33

Stolberg Atsch Städteregion Aachen

Nordrhein-Westfalen

Dachstuhlbrand in voller Ausdehnung - fünf verletzte Personen

Fünf Menschen, darunter ein Kleinkind, wurden bei einem Dachstuhlbrand am Silvesterabend in der Atsch verletzt. Das Achtfamilienhaus ist vorerst nicht mehr bewohnbar.

Zu einer in Vollbrand stehenden Dachgeschosswohnung wurde die Feuerwehr der Kupferstadt Stolberg um 20.33 Uhr mit den Kräften der Feuerwache, der Löschgruppen Atsch, Büsbach, Donnerberg, Mitte und Münsterbusch sowie der ELW-Gruppe, vier Rettungswagen und einem Notarzt in die Siegwartstraße alarmiert. Der ersteintreffende Löschzug konnte bereits auf der Anfahrt von der Feuerwache starken Feuerschein, Flammen und eine deutliche Rauchentwicklung feststellen. Nachdem sie in die Sackgasse eingebogen waren, wurde das ganze Ausmaß sichtbar: In dem dreigeschossigen Wohnhaus mit ausgebauten Dachgeschoss schlugen bereits die Flammen aus einem Giebelfenster und großflächig durch die Dachhaut.

Alle Bewohner hatten sich bereits in Sicherheit gebracht. Sofort wurden die fünf Bewohner vom Rettungsdienst und anschließend vom Notarzt medizinisch versorgt und mit insgesamt vier Rettungswagen (2 Stolberg, 2 Eschweiler) in Krankenhäuser mit Rauchgasvergiftungen transportiert. Gleichzeit wurden gleichzeitig zwei Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in das Dachgeschoss vorgeschickt. Über die Drehleiter wurde eine Riegelstellung mit einem Strahlrohr vorgenommen. Von einem weiteren Trupp wurden die darunter liegenden Wohneinheiten sicherheitshalber abgesucht und kontrolliert. Gegen 23 Uhr waren die Flammen soweit bekämpft, dass mit den Nachlöscharbeiten begonnen werden konnte.

Die betroffenen Familien des Brandhauses mussten durch den Bereitschaftsdienstbeamten in Hotels untergebracht werden. Dank der guten Kooperation der Stolberger Hoteliers konnten kurzfristig 12 Personen, zwei Familien mit jeweils drei und vier Kindern, sowie eine Einzelperson, untergebracht werden.

Insgesamt waren rund 70 Kräfte unter Leitung von Amtsleiter Andreas Dovern in den Einsatz eingebunden. Von den Löschgruppen Atsch und Büsbach wurde eine Brandsicherheitswache bis gegen 3 Uhr gestellt. Die Feuerwehr Würselen war mit dem städteregionalen Gerätewagen Atemschutz unterstützend tätig. Auch Kreisbrandmeister Thomas Sprank war an der Einsatzstelle und machte sich ein Bild über die Einsatzmaßnahmen. Nach Abschluss aller Lösch- und Aufräumungsarbeiten wurde das Haus von der Polizei beschlagnahmt.


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