31.10.2020 15:10

Duisburg

Nordrhein-Westfalen

Zwei Verletzte nach Wohnungsbrand - Einsatzkräfte mit Eiern beworfen

Über mehrere Notrufe meldeten Anwohner am Samstag-Nachmittag einen #Brand in einem Wohnhaus in Duisburg-Hochfeld. Da zunächst nicht sicher ausgeschlossen werden konnte dass sich noch Menschen in der brennenden Wohnung befanden, alarmierte die Leitstelle die Wachen 1 (Duissern) und 6 (Rheinhausen) der Berufsfeuerwehr und den in #Hochfeld stationierten Feuerwehr Duisburg - Löschzug Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr, sowie den Einsatzführungs- und den Direktionsdienst. Auch zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug machten sich auf den Weg.

Bereits auf der Anfahrt meldeten die Kollegen der Wache 6 eine massive Rauchsäule über der Einsatzstelle. Vor Ort stellten sie dann einen Wohnungsbrand fest, der sich auf den über der Wohnung liegenden Dachstuhl ausgebreitet hatte. Der Einsatzleiter entschied sich bei dieser Lage zu einer Alarmstufenerhöhung. Die Wache 7 (Buchholz), der Einsatzleitwagen2 mit Kollegen der Leitstelle und des Feuerwehr Duisburg - Fernmeldedienst machten sich sofort auf den Weg zur Einsatzstelle.Da abzusehen war, dass der Einsatz länger dauern würde wurden parallel die Wachen 1, 6 und 7 zur Sicherstellung des Grundschutzes durch die Löschzüge Freiwillige Feuerwehr Duisburg - LZ 210 Beeck / Laar / Meiderich / Ruhrort (Wache 1), Feuerwehr Duisburg Löschzug Rheinhausen, Freiwillige Feuerwehr Duisburg - Löschzug 530 Homberg (Wache 6) und Freiwillige Feuerwehr Duisburg - Löschzug 710 (Wache 7) der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.

Auch ein weiterer Einsatzführungsdienst für das Stadtgebiet wurde in Dienst genommen. Ein Beamter des höheren Dienstes wurde dafür aus der Freizeit alarmiert. Gemeinsam mit einem Führungsassistenten des Feuerwehr Duisburg - Fernmeldedienst besetzte er einen Einsatzleitwagen 1.

Die verwinkelte Bauweise und die Bauart des Gebäudes stellten uns vor große Herausforderungen. Immer wieder flammten Glutnester unter der Dachhaut auf. Zwischenzeitlich drohte das Feuer auf ein benachbartes Gebäude überzuspringen.

Da die bauliche Substanz des Brandgebäudes durch den Brand stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, entsandte die Leitstelle einen Bau-Fachberater zur Einsatzstelle. Dieser erklärte das Brandgebäude für einsturzgefährdet. Somit war kein Innenangriff mehr möglich. Im Laufe des Abends stürzten Teile der Dach- und Deckenkonstruktion infolge der Brandeinwirkung ein.

Da der Einsatz bereits über mehrere Stunden andauerte wurden die Einsatzkräfte durch ausgeruhte Kolleginnen und Kollegen der Wachen 4 (Walsum) und 5 (Homberg), sowie der Löschzüge Freiwillige Feuerwehr Duisburg - LZ 210 Beeck / Laar / Meiderich / Ruhrort abgelöst. Der Feuerwehr Duisburg Walsum - Löschzug 410 der Freiwilligen Feuerwehr übernahm für die Dauer des Einsatzes die Sicherstellung des Grundschutzes im Wachbereich 4, der Freiwillige Feuerwehr Duisburg - Löschzug 530 Homberg besetzte zum gleichen Zweck mit weiteren Einsatzkräften die Wache 5.

Zur Stärkung der im Einsatz befindlichen Kräfte wurde zusätzlich die Sondereinheit Versorgung des LZ 650 Friemersheim, Feuerwehr Duisburg an die Einsatzstelle beordert. Die Kollegen versorgten die Einsatzkräfte mit Heiß- und Kaltgetränken, sowie einem kleinen Imbiss. Mit einem massiven Löschangriff über die Drehleitern der Wache 6 und des Freiwillige Feuerwehr Duisburg - Löschzug 530 Homberg , sowie eine Teleskopmastbühne der Werkfeuerwehr Venator konnte das Feuer in den späten Nachtstunden unter Kontrolle gebracht werden. In der Nacht wurde noch der Freiwillige Feuerwehr Duisburg-Hamborn/ Marxloh LZ 310 zur Ablösung des Freiwillige Feuerwehr Duisburg - LZ 210 Beeck / Laar / Meiderich / Ruhrort an die Einsatzstelle entsandt. Auch die Löschzüge Freiwillige Feuerwehr Duisburg, Löschzug 510/Baerl und Freiwillige Feuerwehr Duisburg - Löschzug 530 Homberg lösten im Laufe der Nacht weitere Kräfte ab.

Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden. Durch einen umfangreichen Schaummitteleinsatz verwandelten sich Teile der Einsatzstelle optisch in eine "Winterlandschaft".

Während des Einsatzes kam es zu mehreren Behinderungen der Einsatzkräfte. So wurden mehrere Einsatzfahrzeuge auf der Alarmfahrt mit Eiern beworfen. Ein Kollege wurde von einem Eierwerfer im Gesicht getroffen und leicht verletzt. Er konnte den Dienst glücklicherweise fortsetzen. Weiter wurden Einsatzkräfte bei der Anfahrt zur Einsatzstelle von einer größeren Menschenmenge behindert. Dank des schnellen und konsequenten Eingreifens der Kolleginnen und Kollegen der Polizei NRW Duisburg konnten die Situationen schnell beruhigt und geklärt werden.

Das Gebäude ist bis auf weiteres unbewohnbar. Die Bewohner wurden durch den Vermieter in anderen Wohnungen untergebracht. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei NRW Duisburg übernommen.

Feuerwehr Duisburg


Am Samstagnachmittag (31. Oktober, 15:10 Uhr) kam es im 3. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses auf der Blücherstraße 92 zu einem Wohnungsbrand. Hierbei wurden zwei Personen leicht verletzt und mussten in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Nach ersten Erkenntnissen entstand der Brand im Kinderzimmer, die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Die Wohnung sowie das Dachgeschoss brannten vollständig aus, das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Während der Löscharbeiten wurden Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr durch Schaulustige mit Eiern beworfen, wobei ein Feuerwehrmann im Gesicht getroffen wurde. Einer der Gaffer wurde dem Polizeigewahrsam zugeführt, nachdem er einem Platzverweis nicht Folge leistete.

Polizei Duisburg


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