Zeit ist Leben: Kritik an Verlängerung von Hilfsfristen für Notarzteinsätze

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Warnmeldungen
Entwarnung: Rauchentwicklung durch Brand eines Wohngebäude - Eubenberg Nummer 5
Dies ist die Entwarnung zur Warnung "Rauchentwicklung durch Brand eines Wohngebäude - Eubenberg Nummer 5" vom 07.10.2026 16:57:54 gesendet durch Zentrale Leitstelle Gera. Die Warnung ist aufgehoben.
Rauchentwicklung durch Wohngebäudebrand.
Löscharbeiten im Gange.
Geruchsbelästigung durch Rauchgase.
Zentrale Leitstelle Gera Berliner Straße 153 07546 Gera
08.10.2026 00:58

Abschaltung der Gasversorgung in der Gemeinde Obermichelbach - Gemeinde Obermichelbach
Bei Bauarbeiten wurde eine Hauptgasleitung in Obermichelbach beschädigt. Um den Gasaustritt zu unterbrechen, muss diese Gasleitung vom Energieversorger außer Betrieb genommen werden. Dadurch wird die Gasversorgung für die angeschlossenen Kunden für mehrere Stunden unterbrochen sein. Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung!
Infra Störungshotline
0911/97044444
Leitstelle Nürnberg
07.10.2026 22:39

Entwarnung: Geruchsbelästigungen - Lahnstein Ortsteil Süd
Dies ist die Entwarnung zur Warnung "Geruchsbelästigungen - Lahnstein Ortsteil Süd" vom 07.10.2026 18:24:13 gesendet durch Integrierte Leitstelle Koblenz . Die Warnung ist aufgehoben.
Durch ein Schadensereignis kommt es im Bereich [Max-Schwarz-Straße, Lahnstein] und angrenzenden Bereichen zu einer Geruchsbelästigung. Es besteht keine akute Gesundheitsgefahr.
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
Integrierte Leitstelle Koblenz Schlachthofstraße 2-12 56073 Koblenz Tel.: +49 261 40404-0
07.10.2026 19:59

Entwarnung: Geruchsbelästigungen - Lahnstein Ortsteil Süd
Dies ist die Entwarnung zur Warnung "Geruchsbelästigungen - Lahnstein Ortsteil Süd" vom 07.10.2026 18:21:44 gesendet durch Integrierte Leitstelle Montabaur. Die Warnung ist aufgehoben.
Durch ein Schadensereignis kommt es im Bereich [Max-Schwarz-Straße, Lahnstein] und angrenzenden Bereichen zu einer Geruchsbelästigung. Es besteht keine akute Gesundheitsgefahr.
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
Integrierte Leitstelle Montabaur Eichwiese 5 56410 Montabaur
07.10.2026 19:56

Entwarnung: Rauchgasausbreitung in Voitze - Ortschaft Voitze
Dies ist die Entwarnung zur Warnung "Rauchgasausbreitung in Voitze - Ortschaft Voitze" vom 07.10.2026 18:41:01 gesendet durch Einsatzleitstelle Landkreis Gifhorn. Die Warnung ist aufgehoben.
Es folgt eine wichtige Information der Kreisverwaltung des Landkreises Gifhorn:
Im Landkreis Gifhorn in der Ortschaft Tülau kommt es durch einen Brand zu Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag. Die massive Rauchgasausbreitung schlägt sich in der Ortschaft Voitze nieder. Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden.
Bitte begeben Sie sich im betroffenen Bereich in geschlossene Räume. Schließen Sie vorsorglich Fenster und Türen und schalten Sie Klima- und Lüftungsanlagen ab.
Lassen Sie das Radio eingeschaltet und achten Sie auf Durchsagen.
Informieren Sie bei Bedarf Ihre Nachbarn.
Halten Sie die Notrufnummern von Feuerwehr und Polizei für Notrufe frei.
Landkreis Gifhorn Im Heidland 41 38518 Gifhorn
07.10.2026 19:23

Abkochgebot - Kirchzarten Ortsteile: Burg Birkenhof, Burg Höfen und Burg am Wald
Amtliche Gefahreninformation des Gesundheitsamtes für die Gemeinde Kirchzarten Ortsteile: Burg Birkenhof, Burg Höfen und Burg am Wald
Gefahr durch Trinkwasserverunreinigung.
In Teilen von Kirchzarten Ortsteile: Burg Birkenhof, Burg Höfen und Burg am Wald ist das Trinkwasser mikrobiologisch verunreinigt und entspricht nicht den Anforderungen der Trinkwasserverordnung.
Das Trinkwasser muss abgekocht werden.
Energie- und Wasserversorgung Kirchzarten GmbH

Falls Sie Fragen haben, rufen Sie uns an:
07661- 91891- 10
Stadt Freiburg Eschholzstraße 118 79115 Freiburg
07.10.2026 17:32

Abkochgebot - Bollschweil: OT Bollschweil
Amtliche Gefahreninformation des Gesundheitsamtes für die Gemeinde Bollschweil: OT Bollschweil
Gefahr durch Trinkwasserverunreinigung.
In Teilen von Bollschweil: OT Bollschweil ist das Trinkwasser mikrobiologisch verunreinigt und entspricht nicht den Anforderungen der Trinkwasserverordnung.
Das Trinkwasser muss abgekocht werden.
Gemeinde Bollschweil
Stadt Freiburg Eschholzstraße 118 79115 Freiburg
07.10.2026 17:31


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Rettungsdienst

Zeit ist Leben: Kritik an Verlängerung von Hilfsfristen für Notarzteinsätze

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) kritisiert die aktuellen Planungen zu einer Gesetzesänderung im Land Baden-Württemberg, die Hilfsfristen bei einem Notfalleinsatz aufgrund von Personal- und Ressourcenknappheit von zehn auf zwölf Minuten zu verlängern. „Diese Entwicklungen sind rückwärtsgewandt. Wir müssen Überlebenschancen verbessern, nicht minimieren. Die Wahrscheinlichkeit, einen Herz-Kreislauf-Stillstand unbeschadet zu überleben, nimmt ohne Therapie pro Minute um etwa zehn Prozent ab. Im Interesse der Patienten sollte die Hilfsfrist statt verlängert eher auf acht Minuten reduziert werden“, sagt Professor Reinhard Hoffmann, stellvertretender Generalsekretär der DGOU und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU).

Unter „Hilfsfrist“ versteht man den Zeitraum zwischen Eingang des Notrufes und Eintreffen der Rettungskräfte am Einsatzort. Die Festlegung dieser Hilfsfrist ist Ländersache und damit in 16 unterschiedlichen Rettungsdienstzeitgesetzen geregelt. Tatsächlich reicht sie von acht Minuten in dicht besiedelten Gebieten Nordrein-Westfalens bis hin zu maximal 17 Minuten in ländlichen Gebieten Thüringens. In Baden-Württemberg gab es immer wieder Kritik, weil Retter und Notärzte nicht innerhalb der vorgesehenen zehn Minuten am Einsatztort waren.

„Es wäre im wahrsten Sinne des Wortes lebensgefährlich, wenn man die strukturellen Probleme, die durch Geldmangel und Ressourcenknappheit eigentlich dahinter stecken, mit einer leichtfertigen Verlängerung der Hilfsfrist löst“, sagt Hoffmann, der als Ärztlicher Direktor an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Frankfurt am Main tätig ist.

Seit mehreren Jahren leidet der Rettungsdienst an Geldmangel und verfügbarer Kompetenz – insbesondere in ländlichen Regionen können die Notarztstandorte häufig nicht mit einer ausreichenden Anzahl an Notärzten abgedeckt werden. Unter anderem diese Problematik führte nach langen Diskussionen 2013 zur Einführung des neuen Berufsbildes Notfallsanitäter. Er löst den bisherigen Rettungsassistenten ab und soll eigenverantwortlich Tätigkeiten auch im invasiven Bereich übernehmen – das schließt beispielsweise auch die intravenöse Medikamentengabe ein. Der Notarzt soll in Baden-Württemberg daher zukünftig bis zu 18 Minuten Zeit bis zum Eintreffen am Einsatzort haben (1). Die Zwischenzeit soll durch qualifizierte Notfallsanitäter überbrückt werden. DGOU und DGU begrüßen diese Qualifikationsmaßnahmen für ehemalige Rettungsassistenten, sehen aber die Gefahr, dass es durch eine Verlängerung von Hilfsfristen und einen zeitlichen Aufschub des Notarzteinsatzes letztlich zu einer schleichenden Substitution des bewährten Notarztsystems in Deutschland durch ein nicht arztgestütztes System (Paramedic-System) kommen könnte, wie es beispielsweise in den USA der Fall ist. Dies nicht zuletzt aus Kostengründen. Die medizinisch-qualitativen Vorteile eines Notarztes am Einsatzort insbesondere für Schwerverletzte sind hingegen in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt.

Zudem hinken gegenwärtig die Bundesländer bei den neu zu gestaltenden Ausbildungsinhalten für den Notfallsanitäter hinterher – von einer bundesweit einheitlichen Umsetzung des Notfallsanitätergesetzes ist man derzeit weit entfernt. „Das erfüllt uns mit Sorge“, sagt Hoffmann. Am Einsatzort ist eine qualifizierte Teamarbeit zwischen Notarzt und Notfallsanitäter erforderlich. Hier gilt: Zeit ist Leben. Eine weitere Verlängerung der ohnehin vielerorts schon zu langen Hilfsfristen sei nicht akzeptabel. „Die Argumentation mit einer, wenn auch zeitlich begrenzten, Substitution des Notarztes durch ̕Notfallsanitäter ist eine leicht durchschaubare politische Mogelpackung und aus ärztlicher Sicht im vitalen Interesse der Patienten abzulehnen“, so Hoffmann.  



Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)
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