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Geruchsbelästigung - Siegen
Im Stadtgebiet von Siegen kommt es aktuell an unterschiedlichen Stellen zu einer Geruchswahrnehmung nach einem metallischen, brandähnlichen Geruch. Die Behörden sind informiert und aktuell bereits auf Ursachensuche.
Es liegt nach derzeitigem Stand kein Schadenereignis vor, sondern lediglich eine Geruchsbelästigung. Es sind keine besonderen Maßnahmen durch Sie als Bürgerinnen und Bürger zu treffen.
Integrierte Leitstelle Kreis Siegen-Wittgenstein Weidenauerstraße 270 57076 Siegen
06.10.2026 01:02

BOMBENENTSCHÄRFUNG - Strand Seebad Ahlbeck
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald gibt bekannt:
Von Montag, 05.10.2026, ab 08:00 Uhr bis Donnerstag, 08.10.2026, um 16:00 Uhr erfolgt durch die polnischen Behörden in den Gewässern der Pommerschen Bucht im Bereich vor Swinemünde eine Entschärfung von mehreren Seeminen.
Während der Entschärfungsmaßnahmen werden wasserseitig die betroffenen Teile der Pommerschen Bucht für das Schwimmen, Angeln, Surfen und Tauchen gesperrt. Landseitig gibt es im Bereich der Strände in der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf, Ortsteil Ahlbeck, keinerlei Einschränkungen.
Nach Beendigung der Maßnahmen werden wir über diesen Informationskanal informieren.
Landkreis Vorpommern-Greifswald, Der Landrat Feldstraße 85a 17489 Greifswald
05.10.2026 08:25


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Kreis Paderborn

Notrufe per SMS orten. Kreisleitstelle setzt auf neue Software »Rescue Track«.

„Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst. Wo genau ist der Notfall? – so beginnen die Disponenten das Gespräch, wenn ein Hilfesuchender irgendwo im Kreis Paderborn die 112 wählt. Und gleich zu Beginn stellt er damit die schwierigste und wichtigste Frage von allen. „Die Anrufer befinden sich meist in einer absoluten Stresssituation, da fällt die Orientierung schwer“, weiß Marc Hammerstein, Leiter der Leitstelle.

Doch mit jeder Sekunde, die vergeht, bis der Anrufer ein Straßenschild findet oder dem Disponent andere Merkmale beschreiben kann, vergeht wertvolle Zeit. Zeit, die über das Überleben eines Menschen entscheiden kann. Damit der Rettungswagen noch schneller am richtigen Ort ist, setzt die Leitstelle nun auf eine neue Software, die Mobiltelefone mittels einer SMS ortet.„Ich habe neulich bei einem Notruf sieben Minuten gebraucht, bis ich den Standort des Anrufers lokalisieren konnte“, erzählt Disponent Wolfgang Ceynowa. Seit 27 Jahren arbeitet er in der Leitstelle und weiß, wie er mit gezielten Fragen den Standort möglichst genau ermitteln kann.

Foto: Die Software Rescue Track ist stets auf einem der vier Monitore geöffnet und einsatzbereit – Disponent Wolfgang Ceynowa auf seinem Arbeitsplatz in der Rettungsleitstelle des Kreises Paderborn

Doch mit der neuen Software ist seine Arbeit leichter und schneller geworden. Er schickt dem Anrufer mittels der Software „Rescue Track“ eine SMS. Die SMS enthält einen Link, den der Empfänger bestätigen muss. Danach werden der Leitstelle automatisch die GPS-Standortdaten des Handys übermittelt. „Es funktioniert leider immer noch nicht vollautomatisch und es sind Klicks und Zwischenschritte erforderlich, aber immerhin sind wir damit schon einen großen Schritt weiter“, erklärt Hammerstein.

Verzögerung bei der Ortung kann Leben gefährden

Der Kreis Paderborn gehört zu den wenigen Kreisen in Nordrhein-Westfalen, die über eine solche Ortungssoftware verfügen. Die meisten Leitstellen behelfen sich mit Umgehungslösungen z.B. über WhatsApp. Aber auch diese führen zu erheblichen Zeitverlusten. Auch eine mündliche Übermittlung der Koordinaten durch den Anrufer, ist zeitaufwendig, da zunächst das richtige Koordinatensystem ermittelt werden muss. „Selbst wenn der Anrufer weiß, wie er auf seinem Handy die Koordinaten ermitteln kann, stehen wir immer noch vor dem Problem, dass es viele verschiedene Koordinaten-Systeme gibt. Nehmen sie nicht das richtige, fährt der Rettungswagen zum falschen Ort“, so Hammerstein.

Mit der neuen Software sind diese Probleme mit einem Klick gelöst – solange der Anrufer die Ortungssysteme auf seinem Handy aktiviert hat. Ist dies nicht der Fall, wird er von dem Programm aufgefordert, den Zugriff auf die GPS-Daten zu erlauben. Wie das genau abläuft, ist von Smartphone zu Smartphone unterschiedlich.

Genau darin sieht der Leiter der Leitstelle noch ein Problem: „Für die gängigen Marken ist die Software erprobt, aber bei anderen, weniger häufig benutzten Herstellern, kann es noch zu Problemen bei der Abfrage kommen.“ Der Experte hofft daher, dass es irgendwann in Deutschland ein System erlaubt wird, dass in anderen EU-Nachbarländern bereits funktioniert. „Dort wird mit dem Anruf bei der 112 automatisch der Standort an die Leitstelle übermittelt, ohne dass der Anrufer etwas tun muss. In Deutschland ist dies zurzeit aus Datenschutzgründen noch nicht möglich“, bedauert Hammerstein.

Die neue Software ist im Kreis Paderborn erst seit wenigen Wochen im Einsatz und schon konnten die Retter in einigen kniffligen Fällen schnell Hilfe schicken. „Ein Mountainbiker hatte sich mitten im Wald bei einem Sturz sein Schlüsselbein gebrochen“, erzählt Ceynowa. Auch in einem anderen Fall konnten die Retter den Verletzten abseits der Wege im Wald finden: Ein Holzfäller war von dem umfallenden Baum erwischt worden. Nicht immer haben es die Retter mit Naturliebhabern zu tun. „Einen Anrufer konnten wir durch die Software orten, der aufgrund seiner starken Alkoholisierung nicht mehr wusste, wo er sich befand“, berichtet Ceynowa.

Rettungspunkte

Auf Wald- und Radwegen, aber auch auf Spielplätzen, Seen oder bei touristischen Attraktionen wird bereits seit einigen Jahren ein Rettungspunktesystem eingesetzt. Dies sind Schilder oder Aufkleber, die mit einer Zahlenkennung gekennzeichnet sind. Im Notfall muss der Anrufer lediglich diese Kennung durchgeben, damit sein genauer Standort der Leitstelle bekannt ist. „Gerade bei Rad- und Wanderfreunden hat sich dieses System rumgesprochen und hat sich schon vielfach bewährt“, berichtet Marc Hammerstein. Die neue Software ersetzt daher nicht die Rettungspunkte, sondern beide Methoden werden parallel geführt. „Für uns zählt nur, dass wir so schnell wie möglich bei den Menschen sind, die unsere Hilfe brauchen – egal auf welchen Weg er uns informiert“, verspricht Hammerstein.



Kreis Paderborn
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