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Warnmeldungen
Entwarnung: Kampfmittelfund in Krefeld
Dies ist die Entwarnung zur Warnung "Kampfmittelfund in Krefeld" vom 08.12.2021 19:52:57 gesendet durch LS Krefeld, krsfr. Stadt (DEU, NW). Die Warnung ist aufgehoben.
Die Bombe wurde um 12:55 Uhr entschärft.
Alle Sperrungen und Schutzmaßnahmen sind aufgehoben.
In den unmittelbar betroffenen Bereichen können Sie jetzt in Ihre Wohnungen und Arbeitsstätten zurückkehren.
Zentrale Bürgerinformation der Stadt Krefeld
+49 2151 19700
Gehunfähige Personen können zum Verlassen der Bereiche die Hilfe des Krankentransportdienstes unter
09.12.2021 13:24

Entwarnung: ENTWARNUNG - die Möglichkeit einer Trinkwasserverunreinigung besteht nicht mehr
Dies ist die Entwarnung zur Warnung "Wasserrohrbruch, es besteht die Möglichkeit, dass das Trinkwasser dadurch verunreinigt ist." vom 01.12.2021 17:52:51 gesendet durch LS Reutlingen, Land BW Red. (DEU, BW). Die Warnung ist aufgehoben.
Verunreinigung des Trinkwassers wegen eines Wasserrohrbruchs.
Gemeinde Mulfingen
Ortsteile Mulfingen, Heimhausen, Berndshofen, Buchenbach, Staigerbach
Durch einen Wasserrohrbruch besteht die Möglichkeit, dass das Trinkwasser verunreinigt ist.
In den genannten Ortsteilen muss das Trinkwasser sicherheitshalber ab sofort bis auf weiteres vor seiner Verwendung abgekocht werden.
Wir bitten um Verständnis für diese dringende Maßnahme.
Diese Warnung wurde von der Gemeinde Mulfingen angefordert.
09.12.2021 09:54

Landesregierung passt die Corona-Verordnung an
Die Landesregierung hat die für Baden-Württemberg geltende Corona-Verordnung angepasst. Die neuen Regelungen treten am Samstag, 4. Dezember 2021, in Kraft.
Die neuen Regeln betreffen insbesondere die Ausweitung der 2G- und 2GPlus-Regelungen in vielen Bereichen.
++++ Die wesentlichen neuen Regelungen in der Alarmstufe II:
+ Weihnachtsmärkte, Stadt- und Volksfeste sind untersagt.
+ Veranstaltungen, wie Theater-, Opern- und Konzertaufführungen, Filmvorführungen, Stadtführungen sowie Informations-, Betriebs-, Vereins- und Sportveranstaltungen, sind mit höchstens 50 % der zugelassenen Kapazität zulässig; es gilt eine Personenobergrenze von 750 Besucherinnen und Besuchern.
+ Der Betrieb von Diskotheken, Clubs und sonstigen Einrichtungen, die clubähnlich betrieben werden, ist untersagt.
+ Für Kultur- und Freizeiteinrichtungen, wie Galerien, Museen, Gedenkstätten, Archive, Bibliotheken, Messen, Ausstellungen und Kongresse, Sportstätten, Bäder und Badeseen mit kontrolliertem Zugang, Saunen und ähnlichen Einrichtungen, Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr, touristischen Bus-, Bahn- und Seilbahnverkehren, Ski- und Sessellifte, Freizeitparks, zoologischen und botanischen Gärten, Hochseilgärten und ähnlichen Einrichtungen, gilt 2GPlus. In Bibliotheken und Archiven können Medien ohne Einschränkung abgeholt und zurückgebracht werden.
+ Im Einzelhandel, der nicht der Grundversorgung dient, gilt generell 2G.
+ In der Gastronomie gilt 2GPlus. Das gilt auch für die Hotelgastronomie sowie externe Besucherinnen und Besucher von Mensen, Cafeterien und Betriebskantinen. Der Außer-Haus-Verkauf ist weiterhin uneingeschränkt möglich.
+ Es gilt ein Alkoholverkaufs- und Konsumverbot an Verkehrs- und Begegnungsflächen in Innenstädten und auf sonstigen öffentlichen Plätzen, auf denen sich viele Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten. Die genauen Orte werden durch die zuständigen Behörden festgelegt. An diesen Plätzen dürfen auch keine pyrotechnischen Gegenstände abgebrannt werden.
++ Die strengen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte von einem Haushalt plus maximal einer weiteren Person in den Alarmstufen bleiben bestehen.
++ Geboosterte Personen, also genesene und geimpfte Personen, die ihre Auffrischungsimpfung erhalten haben, sind von der Testpflicht bei 2GPlus ausgenommen.
++ In Hotspot-Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 500 gelten weiter nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte.
++++ Ausführliche Informationen:
+ Eine Übersicht zu den geltenden Regelungen und Maßnahmen sowie die aktuelle Corona-Verordnung finden Sie auf der Seite der Landesregierung unter: www.baden-wuerttemberg.de/corona-verordnung
+ Die wichtigsten Fragen und Antworten zur aktuellen Corona-Verordnung finden Sie hier: www.badenwuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/faq-corona-verordnung
++++ Helfen Sie mit!
+ Bitte tragen Sie mit einem verantwortungsbewussten Verhalten zur Eindämmung der Corona-Pandemie bei. Es gilt, Kontakte zu beschränken und AHA+L+A einzuhalten: Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig lüften und Corona-Warn-App nutzen. So kann jede und jeder Einzelne maßgeblich zur Verringerung des Infektionsrisikos beitragen.
+ Impfungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Pandemiebewältigung. Gemeinsam haben wir in Baden-Württemberg bei der Eindämmung der Corona-Pandemie bereits viel erreicht. Jetzt heißt es #dranbleibenBW. Auf der Internetseite der Informationskampagne zum Impfen in Baden-Württemberg erfahren Sie alles zum Thema Impfen: www.dranbleiben-bw.de
Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen, indem Sie sich an die empfohlenen Hygienemaßnahmen halten. D
04.12.2021 09:47

Coronavirus: Informationen des Landes Nordrhein-Westfalen
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Coronaschutzverordnung an die aktuellen Entwicklungen des Infektions- und Pandemiegeschehens in Nordrhein-Westfalen angepasst. Sie tritt am Samstag, 04. Dezember 2021, in Kraft und gilt zunächst bis einschließlich 21. Dezember 2021.
Alle Regeln, den genauen Wortlaut der Coronaschutzverordnung sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter: www.land.nrw/corona
Die wichtigsten Regelungen für Nordrhein-Westfalen im Überblick:
Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Menschen
Für Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, gelten bei privaten Treffen Kontaktbeschränkungen. Zusammenkünfte sind nur noch mit Angehörigen des eigenen Haushalts sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts erlaubt. Das gilt auch, wenn ungeimpfte mit immunisierten Personen zusammentreffen. Kinder unter 14 Jahren zählen dabei nicht mit. Paare gelten auch dann als ein Haushalt, wenn sie nicht zusammenleben.
Hotspot-Regelungen für private Zusammenkünfte
In Kreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 350 gelten bei privaten Feiern und Zusammenkünften von Geimpften und Genesenen eine Teilnehmergrenze von 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im Außenbereich. Für nichtimmunisierte Personen bleibt es bei den strengeren Kontaktbeschränkungen.
Schließung von Einrichtungen mit hohem Infektionsrisiko
Aufgrund des hohen Infektionsrisikos in Diskotheken und Clubs müssen diese landesweit schließen.
Großveranstaltungen
Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen werden deutlich eingeschränkt. Bei mehr als 1.000 Zuschauern darf nur noch 30 Prozent der Kapazität genutzt werden. Alternativ kann auch auf 50% der Gesamtkapazität abgestellt werden. Zudem besteht eine absolute Obergrenze von maximal 5.000 Zuschauenden in Innenräumen und maximal 15.000 Zuschauenden im Freien. Für diese Veranstaltungen gelten weiterhin die 2G-Regel (vollständig geimpft oder genesen) sowie die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.
Ausweitung der 2G-Regel im Einzelhandel
Die Regeln zum Besuch von Veranstaltungen und freizeitbezogenen Einrichtungen werden auf den Einzelhandel ausgeweitet. Zugang zu Geschäften haben demnach nur noch vollständig Geimpfte und Genesene. Davon ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs. Der Zugang wird von den Geschäften kontrolliert.
Bürgertelefon des Landes Nordrhein-Westfalen
0211/9119-1001
Es wird weiterhin dringend empfohlen, das Angebot einer Corona-Impfung zu nutzen. Ebenso wird dringe
03.12.2021 20:00

VORSORGLICHE INFORMATION
Die Hospitalisierungsinzidenz des Landes liegt seit dem 27.11.2021 über 9. Damit befindet sich das Land seit dem 27.11.2021 in der Warnstufe „Rot“.
Landesweit greifen ab dem 01.12.2021 für alle Bürger/-innen folgende Maßnahmen:
https://www.regierung-mv.de/corona/corona-aktuell/
https://www.mv-corona.de/corona-faq
Es gelten in folgenden Bereichen die 2G-Plus-Regeln (nur Geimpfte und Genesene haben Zugang mit zusätzlich einem negativen Coronatest):
• Volksfeste, Spezialmärkte, Jahrmärkte und ähnliche Einrichtungen (bspw. Weihnachtsmärkte)
• Fahrschulen, Flugschulen, technische Prüfstellen und ähnliche Einrichtungen
• Jagdschulen, Angelschulen und ähnliche Einrichtungen
• Innenbereiche von Musik- und Jugendkunstschulen
• Versammlungen von Vereinen, Verbänden und Parteien in Innenbereichen
• vereinsbasierter Sport, auch für Personen unter 18 Jahren in Innenbereichen
Ausgenommen von der 2G-Plus-Regel sind:
• Kinder, die noch nicht 7 Jahre alt sind.
• Kinder von 7 bis 11 Jahren, wenn sie einen negativen tagesaktuellen Test vorlegen.
• für eine Übergangszeit bei zum 31.12.21 auch für Jugendliche von 12 bis 17 Jahren. Auch sie müssen einen tagesaktuellen negativen Test vorlegen.
• Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, wenn sie einen negativen tagesaktuellen Test vorlegen können.
• für eine Übergangszeit bis zum 31.12.21 auch Schwangere. Auch sie müssen negativ getestet sein.
An Schulen hat jede Person, die sich in einem Schulgebäude oder in und auf schulischen Anlagen aufhält, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
Bei Veranstaltungen im Innenbereich gilt weiterhin die 2G-Plus-Regel. Allerdings dürfen bei Warnstufe „Rot“ maximal 30 Prozent der Sitzplätze und insgesamt maximal 1.250 Plätze vergeben werden.
Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen unter freiem Himmel oder mehr als 2.500 Personen in geschlossenen Räumen sind zu untersagen.
Ab Stufe „Orange“ dürfen keine Tanzveranstaltungen in Clubs, Discos und anderen Orten stattfinden.
Einschränkungen im Einzelhandel:
Es gilt in folgenden Bereichen 2G:
• sämtliche Verkaufsstellen des Einzelhandels, mit Ausnahme vom Einzelhandel, der die Grundversorgung gewährleistet (wie Lebensmittelgeschäfte, Bücher- und Zeitungshandel,
Blumenläden, Weihnachtsbaumverkauf, Bau- und Gartencenter, Apotheken, Drogerien, Tierhandel, Tankstellen usw.)
Ausgenommen von der 2G-Regel sind:
• Kinder, die noch nicht 7 Jahre alt sind.
• Kinder von 7 bis 11 Jahren, wenn sie einen negativen tagesaktuellen Test vorlegen.
• für eine Übergangszeit bei zum 31.12.21 auch für Jugendliche von 12 bis 17 Jahren. Auch sie müssen einen tagesaktuellen negativen Test vorlegen.
• Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, wenn sie einen negativen tagesaktuellen Test vorlegen können.
• für eine Übergangszeit bis zum 31.12.21 auch Schwangere. Auch sie müssen negativ getestet sein.
Es gelten Kontaktbeschränkungen für private Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum:
• In Innenbereichen dürfen sich bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.
• In Außenbereichen dürfen sich bis zu 10 Personen unabhängig von der Haushaltsanzahl treffen.
• Bei diesen Beschränkungen werden vollständig geimpfte oder genesene Personen sowie Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt.
Sollte die Hospitalisierungsinzidenz in Mecklenburg-Vorpommern landesweit an sieben aufeinanderfolgenden Tagen einen Schwellenwert von 9 überschreiten und droht eine Überlastung des Gesundheitssystems, so kann das Gesundheitsministe rium in folgenden Bereichen Schließungen/Verbote anordnen:
• Kinos, Theater, Konzerthäuser, Opern, kulturelle Ausstellungen, Museen, Gedenkstätte und ähnliche Einrichtungen
• Probe und Auftritte von Chören und Musikensembles
• Zoos, Tier- und Vogelparks, botanische Gärten, Freizeitparks, Zirkusse
• Volksfeste, Spezialmärkte, Jahrmärkte und ähnliche Einrichtungen (bspw. Weihnachtsmärkte)
• tourismusaffine Dienstleistungen
• Indoor-Spielplätze, Indoor-Freizeit, nicht vereinsbasierte Sportaktivitäten
• Schwimm- und Spaßbäder
• Fitnessstudios, vereinsbasierter Sportbetrieb, Tanzschulen und ähnliche Einrichtungen
• Spielhallen, Spielbanken, Wettvermittlungsstellen und ähnliche Einrichtungen
• soziokulturelle Zentren
• sexuelle Dienstleistungen
• Zuschauer bei Profisportveranstaltungen
• Gastronomie (Bars, Cafés, Restaurants)
• private Zusammenkünfte außerhalb der Häuslichkeit (gewerblich organisiert und in Gaststätten)
• Veranstaltungen mit Publikumsverkehr
BBK-ISC-009 BBK-ISC-132 BBK-ISC-134 shortCode:BBK-ISC-011
30.11.2021 10:26

Coronavirus im Landkreis Konstanz
Im Landkreis Konstanz gilt die Alarmstufe 2 entsprechend der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg.

Informationen dazu sowie zu den aktuell geltenden Maßnahmen im Landkreis gibt es auf der unten genannten Internetseite des Landkreises Konstanz.
Informationen zur Impfung sowie eine Übersicht über die im Landkreis Konstanz vorhandenen Impf-Angebote gibt es auf der unten genannten Internetseite des Landkreises Konstanz.
Bei Anzeichen einer Coronavireninfektion wenden Sie sich unbedingt telefonisch an Ihren Hausarzt. Krankenhäuser und die Notfallpraxen sind keine Anlaufstellen für Corona-Abstriche.
Landratsamt Konstanz
Folgende Maßnahmen empfehlen das Gesundheitsamt des Landkreises Konstanz und der Gesundheitsverbund
24.11.2021 15:21


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Deutscher Feuerwehrverband e.V.

Katastrophenschutz braucht dringend ein Update

Starkregenkatastrophe NRW und RLP: Erste Ergebnisse der Expertenkommission – die 15 wichtigsten Erkenntnisse aus dem Einsatzverlauf

Zur Bewältigung von Katastrophen wie nach dem Starkregen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen müssen die organisatorischen Strukturen in Deutschland künftig deutlich modifiziert werden. Auch muss das Führungssystem und dessen Ausstattung aktualisiert und internationalen Standards angepasst werden. Das sind zwei der ersten Ergebnisse der mehr als 60-köpfigen Expertenkommission „Starkregen“, die von der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV) mit der Aufarbeitung des Gesamteinsatzes im Sommer beauftragt wurde.

Der Expertenkommission gehören neben Angehörigen von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr, Polizei, Behörden und Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz und den Johannitern auch Wissenschaftler verschiedener Hochschulen an. In einer ersten Zusammenfassung haben die Kommissionsmitglieder 15 wichtige Punkte als Erkenntnisse aus dem Einsatzverlauf aufgelistet.

„Die Problematik zieht sich, wie die ersten Untersuchungen ergeben, quer durch alle Organisationen und über alle administrativen Ebenen hinweg“, sagt Dr. Ulrich Cimolino, Vorsitzender der Kommission und Branddirektor in Düsseldorf. „Eine detaillierte Umfrage unter allen Einsatzkräften gibt uns schon jetzt erste wertvolle Erkenntnisse.“ Fast 2.500 Helferinnen und Helfer haben an der Erhebung teilgenommen, mit deren Hilfe Schwachstellen analysiert und Verbesserungspotenzial identifiziert werden soll. „Eine weitere wichtige Erkenntnis: 90 Prozent der Einsatzkräfte kommen aus dem Ehrenamt“, berichtet Cimolino. „Obwohl Ausmaß und Komplexität solcher Lage nicht zum ersten Mal aufgetreten sind, waren es für die einzelnen Einsatzkräfte meistens unbekannte Ereignisse, die sie nur sehr selten – oder nie – erleben“, so Cimolino weiter. „Auch deshalb sind solche Ereignisse auch nur selten Gegenstand von Einsatzplanung und Ausbildung. Das aber hat sich jetzt als Fehler erwiesen.“

Laut Umfrage der Expertenkommission hatten rund zwei Drittel der Einsatzkräfte eine derartige Großschadenslage noch nie erlebt. Wer jedoch schon Erfahrungen mit ähnlichen Katastrophen hatte, bemängelte in der Befragung, dass es seit dem letzten Ereignis für die Einsatzkräfte keine durchgängige Verbesserung der Schwachstellen gegeben habe. Als vermutete Gründe wurden mangelnde Mittel und mangelndes Interesse der Politik angegeben. „Das Interesse ist nur temporär vorhanden und nach kurzer Zeit wieder in der Versenkung verschwunden“, lautete ein Argument.

Schlechte Noten bekamen bei den Einsatzkräften auch die Kommunikationsmittel und -möglichkeiten. Eine eher negative Rolle spielte dabei auch das oft nach kurzer Zeit und dann mitunter für viele Stunden oder mehrere Tage ausgefallene Digitalfunknetz der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Ebenso wurden eine mangelnde Geländegängigkeit mit nicht ausreichender Wasser-Durchfahrtsfähigkeit sowie teils unzureichende Motorisierung von Einsatzfahrzeugen auch des Katastrophenschutzes bemängelt. Dazu kommen immer mehr Probleme mit fehlender Wartungsfreundlichkeit und mangelnder Robustheit insbesondere moderner Fahrgestelle. Kritik gibt es auch am Einsatz der Hubschrauber. Dabei geht es unter anderem um die Verfügbarkeit, Leistungs- und Multirollenfähigkeit. Sowohl bei den Hubschraubern als auch bei den im Schnitt gut bewährten Drohnen müsse es nach Einschätzung der Aktiven Verbesserungen geben.
Neben den zahlreichen Schwachstellen bei dem Einsatz werden aber auch positive Aspekte genannt. Dazu gehört unter anderem die unkomplizierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Hilfsorganisationen und vor allem mit den vielen privaten Helfern und Anwohnern. Allerdings müsse die Einbindung privater Helfer und Firmen noch deutlich optimiert werden.

„Wir werden die Ergebnisse und Erfahrungen in den kommenden Wochen und Monaten sorgfältig auswerten und die detaillierten Ergebnisse im kommenden Jahr präsentieren“, sagt vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner. „Deutlich wird schon jetzt, dass viele Erkenntnisse nicht neu sind. Die Lehren der Vergangenheit wurden nur nicht oder zu wenig umgesetzt.“ Für ein echtes „Lessons Learnt“ gelte es, tragfähige Strukturen zu bilden und zu leben“, so Aschenbrenner. DFV-Präsident Karl-Heinz Banse sieht in der Arbeit der Expertenkommission eine wertvolle Unterstützung und Entscheidungsgrundlage auch für Entscheidungen in der Politik. „Wir haben die Fachleute in unseren Reihen, wir haben das Know-how – leider fehlt neben den technischen Mitteln häufig auch die politische Unterstützung. Sie darf nicht immer erst kommen, wenn etwas passiert ist“, so Banse.
 
Erste Ergebnisse aus der Befragung von Einsatzkräften
Fast 2.500 Einsatzkräfte haben die rund 60 Fragen zu ihren Erfahrungen, Problemen und Verbesserungsvorschlägen im Zusammenhang mit der Starkregenkatastrophe beantwortet. Die Auswertung zeigt, dass viele Erfahrungen nicht neu sind – die Lehren und Erkenntnisse wurden nur nicht oder nur unzureichend umgesetzt. Die ausführlichen Ergebnisse werden zur Jahresfachtagung der vfdb in Würzburg im Mai und zur INTERSCHUTZ/29. Deutscher Feuerwehrtag in Hannover im Juni 2022 erwartet. Für die zweite Jahreshälfte 2022 ist außerdem ein Buch zum Umgang mit dynamischen Schadenslagen am Beispiel der Starkregenlage aus dem Juli 2021 geplant.

Hier die 15 „Big Points“:

  1. 90 Prozent der Einsatzkräfte kamen aus dem Ehrenamt Das unterstreicht die Bedeutung ehrenamtlicher Strukturen für eine schnelle, flächendeckende und tief reichende Gefahrenabwehr in Deutschland und stellt die Bedeutung der Ehrenamtsförderung deutlich heraus.
  2. Das Führungssystem und die Führungsausstattung (insbesondere oberhalb der Ebene „Zug“) im operativen Bereich sind zu aktualisieren und internationalen Standards anzupassen.
  3. Ein Führungssystem im administrativen Bereich ist bis auf die Gemeindeebene zu etablieren (vgl. Nordrhein-Westfalen).
  4. Führung verlangt auf allen Ebenen ausreichend viel gut ausgebildetes und trainiertes Personal (auch im Hinblick auf Schichtfähigkeit).
  5. Die Einbindung und Steuerung von Spontanhelfern als auch privater Ressourcen ist zu realisieren und im Vorfeld zu planen und zu üben.
  6. Die technische Kommunikation ist zu härten und es sind Redundanzen zu schaffen. Sie ist dem Kommunikationsbedarf in Quantität (z.B. Datenvolumen) und Qualität (z.B. Messengerdienste) anzupassen.
  7. Die Medienarbeit ist – insbesondere für Feuerwehren und Hilfsorganisationen – zu optimieren.
  8. Die Fahrzeug- und Gerätetechnik ist zu erwartenden Schadenslagen (Überflutungen aber auch Waldbrand etc.) anzupassen, insbesondere in puncto:
    • Bessere Robustheit
    • Bessere Geländegängigkeit, -fähigkeit sowie Wat- bzw. Wasserdurchfahrtsfähigkeit
    • Bessere und mehr Boote und Wasserrettungskomponenten
    • Schmutzwasserpumpen
    • Geeignetere und mehr Persönliche Schutzausrüstung, etc.
  9. Die Versorgungs- und Durchhaltefähigkeit ist zu stärken, und die Konzepte zur Etablierung entsprechender Strukturen im Einsatzraum sind anzupassen
  10. Der Einsatz von Luftfahrzeugen (inkl. Drohnen) ist einheitlich zu regeln und auszubilden. Es sind leistungsfähige Zivilschutzhubschrauber in ausreichender Anzahl zu beschaffen und vorzuhalten. Die Kostenfrage ist aufgrund häufig organisations- und bundeslandübergreifender Einsätze einheitlich zu klären.
  11. Die Ausbildung in der Abwehr dynamischer Lagen ist insbesondere für Führungskräfte zu verbessern. Einsatzkräfte sind intensiver auf spezifische Lagen (Wassergefahren, Waldbrand etc.) zu trainieren.
  12. Der Umgang mit Spenden muss konzeptionell geregelt und frühzeitig kommuniziert werden.
  13. Die Brandschutz-/Rettungsdienstbedarfsplanung ist auf eine allgemeine Gefahrenabwehrbedarfsplanung zu erweitern.
  14. Tragfähige Strukturen für ein echtes „Lessons Learnt“ sind zu bilden und zu leben.
  15. Erkannte Forschungs- und Innovationsbedarfe sind in zukünftigen Förderprogrammen zu berücksichtigen.


Deutscher Feuerwehrverband e.V.

Dazu auch die Diskussion im Feuerwehr-Forum:
Ulri7ch 7C., Düsseldorf
Seba7sti7an 7K., Grafschaft
Ulri7ch 7C., Düsseldorf
Ulri7ch 7C., Düsseldorf
Thom7as 7M., Menden/ Sauerland
Ulri7ch 7C., Düsseldorf
Ulri7ch 7C., Düsseldorf
Jürg7en 7M., Weinstadt
Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
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